Wochenbett

Wochenbett
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Als 'Wochenbett' bezeichnet man die ersten Wochen nach der Geburt des Babys. Alle Infos zu dieser besonderen Phase sowie zu Wochenbettdepressionen.

​Das Wochenbett entspricht dem Zeitraum zwischen der Geburt und der Rückbildung der schwangerschaftsbedingten körperlichen Veränderungen. Dieser Zeitraum umfasst sechs bis acht Wochen. Frauenzimmer.de erklärt, wie Sie sich als Wöchnerin am besten verhalten.

Die Schwangerschaft ist vorbei und der Nachwuchs ist da. Jetzt stehen die Zeichen auf Erholung. Im Wochenbett bildet sich die Gebärmutter auf normale Größe zurück. Zudem tritt Wochenfluss ein. Die Geburtswunden heilen und der Hormonhaushalt pendelt sich langsam wieder ein. Jedoch geht es in der Phase des Wochenbetts nicht nur um körperliche Erholung: Idealerweise stabilisiert sich auch die Psyche in den ersten zwei Monaten. Manche Mütter leiden in der Zeit des Wochenbetts allerdings unter einer postnatalen Stimmungskrise. Deren bekannteste Form ist die Wochenbettdepression. Psychische Tiefs mit leichter Traurigkeit bis hin zu Depression und Psychose sind denkbare Varianten.

Die Wochenbettdepression ist eine multifaktorielle Erkrankung. Das heißt, dass neben körperlichen Faktoren wie dem Hormonhaushalt sowohl psychische Belastungen wie Versagensängste und Überforderung als auch psychosoziale Aspekte zur Krankheitsentstehung beitragen. Statistiken zufolge erleiden zehn bis 20 Prozent aller Mütter eine Wochenbettdepression. Bei den ersten Anzeichen sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Anhaltende Hoffnungslosigkeit, Erschöpfungszustände, Reizbarkeit, Angst und Traurigkeit können Frühsymptome einer beginnenden Wochenbettdepression sein.

In der Phase des Wochenbetts bestimmen Sie selbst die Geschwindigkeit der körperlichen Wundheilungs- und Rückbildungsprozesse. Sorgen Sie so früh wie möglich für Bewegung - zum Beispiel durch Rückbildungs- und Beckenbodengymnastik. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Flüssigkeit und verbringen Sie Zeit mit Ihrem Nachwuchs. Bei Körperkontakt mit dem Säugling und vor allem beim Stillen wird die Bildung des Hormons Oxytocin angeregt. Dieses Hormon fördert die nachgeburtliche Rückbildung und Wundheilung. Ein wichtiger Tipp für die Zeit des Wochenbetts: Lassen Sie sich verwöhnen, genießen Sie die Mutterschaft, entspannen Sie und haben Sie vor allem Geduld mit sich und Ihrem Körper.

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