Wehen

Wehen
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Wozu sind Wehen eigentlich da und woran erkennt man sie? Alle Infos und Wissenswertes über Übungswehen, Vorwehen, Senkwehen und Co. finden Sie hier.

Das Ende der Schwangerschaft läuten die Wehen ein. Sie sind der erste Indikator für die unmittelbar bevorstehende Geburt. Dabei handelt es sich um Muskelkontraktionen der Gebärmutter, die den Gebärmutterhals öffnen oder verkürzen, und das Baby Richtung Beckenboden bewegen. Je nach Zeitpunkt unterscheidet man verschiedene Arten von Wehen.

Wehen können schon während der Schwangerschaft auftreten. Ab der 25. Woche kann es vorkommen, dass der ganze Bauch hart wird. In der Regel handelt es sich dann um sogenannte Vorwehen oder Übungswehen, die der Mediziner 'Braxton-Hicks-Kontraktionen' nennt. Sie dienen der Vorbereitung des Körpers auf die bald beginnende Geburt. Wenn sie länger als eine Minute dauern und mit Schmerzen verbunden sind, sollten Sie zur Kontrolle gehen. Vorzeitige Wehen können ab der 36. Woche der Schwangerschaft spürbar werden. Steht die Geburt kurz bevor, lösen die Übergangs- oder Senkwehen die Übungswehen ab. Meist spüren Frauen die Übergangswehen ab der 36. bis 38. Schwangerschaftswoche. Durch sie schiebt sich das Baby in das Becken der Mutter.

Wenn die Wehen an Intensität und Frequenz immer mehr zunehmen, spricht man von 'Eröffnungswehen'. Sie leiten die Geburt ein. Die Steigerung kann man durch vergleichenden Druck auf den Bauch gut messen. Auch die Presswehen finden - wie die Eröffnungswehen - unmittelbar bei der Geburt statt. Diese Geburtswehen schieben das Kind durch den Geburtskanal. Die Mutter sollte diesen Vorgang durch Pressen unterstützen. Wenn das Kind geboren wurde, kommt es zu den Nachgeburtswehen, welche die Abstoßung der Plazenta zur Folge haben.

Auch wenn die Geburt längst überstanden ist, sind Wehen noch möglich. Man nennt die Wehen in den Tagen danach deshalb 'Nachwehen'. Sie helfen dem Körper der Mutter bei der Rückbildung der Gebärmutter. Bei Frauen, die schon Kinder haben, sind diese üblicherweise stärker als bei Erstgebärenden. Auch das Stillen kann diese Form der Wehen fördern, da es die Ausschüttung des Hormons Oxytocin bewirkt - welches Wehen auslöst.

Mehr über Wehen erfahren Sie hier bei Frauenzimmer.de.