Unfruchtbarkeit

Unfruchtbarkeit
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Unfruchtbarkeit tritt bei Frauen wie bei Männern auf. Die Gründe und Ursachen für sind unterschiedlich und teils behandelbar.

Bei Unfruchtbarkeit handelt es sich in der Biologie um den Begriff der Zeugungs- oder Empfängnisunfähigkeit. Während manche Frauen problemlos und teilweise auch ungewollt schwanger werden, warten andere schmerzlich auf die erlösende Nachricht über den ersehnten Nachwuchs. Man geht davon aus, dass in Deutschland etwa 15 Prozent aller Paare von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen sind.

Die monatliche Chance, bei ungeschütztem Verkehr schwanger zu werden, beträgt lediglich 20 bis 30 Prozent. Dabei nimmt die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis mit zunehmendem Lebensalter ab. Klinisch spricht man bei Frauen erst dann von Unfruchtbarkeit (Sterilität), wenn nach einem Jahr trotz regelmäßigen Verkehrs keine Schwangerschaft eintritt. Neben Umwelteinflüssen, Genussmitteln oder Drogen spielen auch psychische Faktoren eine Rolle. Häufig liegen zudem funktionelle Störungen (Hormonstörungen) und organische Ursachen vor.

Die Abklärung bei der Frau umfasst neben einer gynäkologischen Untersuchung mit Ultraschall eine Analyse der hormonellen Zyklussteuerung und Schilddrüsenfunktion. So können zum Beispiel bei der Frau die Eileiter verschlossen sein oder ganz fehlen. Eine Endometriose ist ebenfalls eine häufige Ursache, wenn die Frau unfruchtbar ist. Durch ortsfremdes Wachstum von Gewebe, wie beispielsweise Gebärmutterschleimhaut in den Eierstöcken oder Eileitern, kann sich die Eizelle nicht einnisten.

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine ebenfalls häufig vorkommende hormonelle Störung. Es reifen viele Eizellen heran, der Eisprung jedoch bleibt oftmals aus. Dies zeigt sich etwa durch unregelmäßige Regelblutungen und Zysten an den Eierstöcken. Die medizinische Abklärung der Zeugungsunfähigkeit beim Mann erfolgt durch ein Spermiogramm, bei dem das Ejakulat mikroskopisch untersucht wird. Andere organische Ursachen wie Hodenhochstand, Hodentorsion oder Infektionen des Hodens und Nebenhodens werden ebenfalls bei einer Untersuchung diagnostiziert.

Eventuell vom Arzt vorgeschlagene Maßnahmen wie hormonelle Zyklusunterstützung und Eisprungauslösung oder künstliche Befruchtung sollten gründlich überdacht werden. Vielleicht lohnt es sich, die Fruchtbarkeit zunächst mit natürlichen Methoden anzuregen. Dazu gehört die Umstellung der Lebensgewohnheiten, etwa durch Weglassen von Alkohol und Nikotin, Vermeiden von Termindruck und negativem Stress. Auch eine gesündere Ernährung, die Einnahme von Folsäure oder das Trinken spezieller Heiltees können sich positiv auswirken - Letztere verfügen über eine hormonähnliche Wirkung.

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