Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft

Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft
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Ultraschalluntersuchungen sind Teil der Schwangerschaftsvorsorge. Wann sie durchgeführt werden und wozu die Ultraschall-Bilder dienen.

Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft sind für die werdende Mutter meist ein rührendes Erlebnis: Die ersten Schnapsschüsse vom Ungeborenen werden oft für Dekaden aufbewahrt. Neben den konventionell empfohlenen Sonographien stehen mittlerweile Varianten wie der 3D-Ultraschall oder der Feinultraschall zur Verfügung. Frauenzimmer.de klärt über den Zweck und die Kostenübernahme auf.

In jeder Schwangerschaft werden drei größere Ultraschalluntersuchungen empfohlen. Die erste davon erfolgt zwischen der neunten und zwölften Schwangerschaftswoche, die zweite Untersuchung zwischen der 19ten und der 22ten Schwangerschaftswoche und die letzte zwischen der 29ten und der 32ten Schwangerschaftswoche. Diese Basis-Ultraschalluntersuchungen werden von der Krankenkasse übernommen und dienen der Überwachung des Schwangerschaftsverlaufs. Das Kindsalter wird bestimmt und die Kindesentwicklung kontrolliert. In den Basis-Screenings kann der Gynäkologe dank des medizinischen Fortschritts bereits Fehlbildungen des Ungeborenen erkennen und gegebenenfalls eine lebensrettende Behandlung einleiten.

Wer mit Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft auf Nummer sicher gehen will, macht sich 3D- oder Feinultraschall zu Nutze. Der Feinultraschall entspricht einem Organultraschall und lässt sich ab der 19ten Schwangerschaftswoche durchführen. Fehlbildungen und Erkrankungen des Ungeborenen lassen sich im Organultraschall noch früher erkennen. Bei Indikationen wie familiären Chromosomenstörungen, Erbkrankheiten in der Familie, Medikamenteneinnahmen sowie Röntgenbelastungen der Mutter, Anomalien in den Basis-Untersuchungen oder Mehrlingsschwangerschaften trägt meist die Krankenkasse die Kosten für die Untersuchung. Falls auf Ihren Fall keine der genannten Indikation zutrifft, müssen die Kosten privat finanziert werden.

Auch der 3D-Ultraschall zählt zu den möglichen Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft. Das Verfahren ist auch als Babyfernsehen bekannt und lässt bereits in der achten Woche die Bestimmung von chromosomalen Entwicklungsstörungen zu. Einige Paare nutzen den 3D-Ultraschall auch, um ihrem Baby zum ersten Mal lebensecht beim Turnen zuzusehen. Für dieses bewegende Erlebnis bieten sich Termine zwischen der 20ten und 30ten Schwangerschaftswoche an. In den meisten Fällen müssen Eltern die 3D-Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft aus eigener Tasche zahlen. Die Kosten betragen meist zwischen rund 50 und 150 Euro.

Mehr Informationen zum Thema Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft finden Sie hier bei Frauenzimmer.de.