Stoffkunde

Stoffkunde
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Von Baumwolle über Chiffon und Leinen bis zu Seide und Satin: Alles, was Sie über Stoffe und Stoffkunde wissen müssen, erfahren Sie hier!

Jeder, der gerne mit Stoffen arbeitet, ob zu Dekorationszwecken oder um sich individuelle Kleidungsstücke zu nähen, kommt an etwas Stoffkunde nicht vorbei. Denn Stoffe wie Chiffon, Acryl, Filz, Leinen und Satin sind ganz unterschiedlich zu verarbeiten und haben ihre speziellen Verwendungsmöglichkeiten.

Chiffon, dieser Hauch von nichts, seidig, leicht und durchscheinend, wird besonders gern für üppige, voluminöse Braut- und Ballkleider oder für luftige Sommerblusen genutzt. Der Stoff wird aus Seiden- oder Kunststoffseidenfasern hergestellt, die vor dem Weben stark gedreht werden, was Chiffon den leicht körnigen Griff verleiht.

Acryl (Polyacryl, Polyamid oder Polyester) ist ein vollsynthetischer Dekostoff, der sehr strapazierfähig, farbecht, pflegeleicht und formbeständig ist. Acryl kann auch mit Naturfasern verwebt werden. Sehr verbreitet ist seine Verwendung als Möbelstoff.Filz ist ein aus textilen Fasern (zum Beispiel aus Wolle) hergestellter Vliesstoff. Er wird nicht gewebt, sondern durch mechanisches Walken mit Druck, Reibung und feuchter Hitze verfilzt.

Filz ist wärmend, temperaturbeständig und feuchtigkeitsabweisend. Hauptsächlich wird er für Teppiche und Sitzmöbel, aber auch Hausschuhe verwendet.Leinen wird schon seit Jahrtausenden zur Herstellung von Textilien verwendet und ist somit noch bedeutend älter als Baumwolle. Es wird aus den Bastfasern der Flachspflanze gefertigt.

Leinen wird auch als Maluntergrund, als Leinwand für Gemälde genutzt. Es ist sehr glatt, da es kaum Luft einschließt; außerdem ist es schmutzabweisend. Die glatte Oberfläche des Leinens gibt dem Stoff ein angenehm kühlendes Tragegefühl, weshalb er gerne in tropischen Ländern oder im Sommer getragen wird.

Satin kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen, die die Eigenschaften des Stoffes von fließend und glänzend bis leicht und matt oder schwer und steif verändern. Maßgebend für die Bezeichnung Satin ist die Bindungsart, die auch als Satin- oder Atlasbindung bezeichnet wird. Da das Gewebe nicht sehr strapazierfähig ist, wird es vor allem für Abendmode, aber auch für Heimtextilien wie Bettwäsche verwendet.Weitere ausführliche Informationen zur Stoffkunde finden Sie hier bei Frauenzimmer.de.