Sternenkinder

Sternenkinder
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Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben, werden Sternenkinder genannt.

Nicht jede Schwangerschaft endet mit der Geburt eines gesunden Kindes. Wenn Kinder vor oder kurz nach der Geburt sterben, spricht man häufig von Sternenkindern. Frauenzimmer.de klärt auf, was sich hinter dem Ausdruck verbirgt und wie er sich von den Begriffen 'Fehlgeburt' und 'Totgeburt' unterscheidet.

Die ersten drei Monate einer Schwangerschaft gelten als heikle Phase. Viele Paare erzählen erst nach den ersten zwölf Wochen von einer bestehenden Schwangerschaft, denn das Risiko für Fehlgeburten liegt bis zur fünften Schwangerschaftswoche bei rund 50 Prozent.

Den Tod des eigenen Kindes möchte kein Elternteil erleben. Dennoch müssen einige Eltern ihr Kind schon sehr früh wieder gehen lassen. Wird die Schwangerschaft ungeplant vor der 24. Schwangerschaftswoche beendet, spricht man von einer Fehlgeburt. Das Kind wiegt dann weniger als 500 Gramm. Wenn Kinder mit mehr als 500 Gramm leblos geboren werden, findet der Begriff der Totgeburt Anwendung.

Gemäß der engeren, ursprünglichen Definition sind Sternenkinder totgeborene Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 500 Gramm. Oftmals umfasst dieser Begriff jedoch alle Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt versterben. Dem Ausdruck liegt die Vorstellung zugrunde, dass die betroffenen Kinder schon kurz nachdem sie auf die Welt gekommen sind, den Himmel erreichen. Die ursprünglich verwendeten Begriffe der Fehl- oder Totgeburt weichen immer mehr dem des Sternenkindes. Denn dieser rückt nur das Kind und die Liebe seiner Eltern und nicht den Vorgang des Sterbens in den Mittelpunkt. Als Synonyme sind die Bezeichnungen 'Schmetterlingskinder' oder 'Engelskinder' recht verbreitet.

Eltern haben die Möglichkeit, ihr Sternenkind nach der Geburt zu sehen und für ein paar Tage mit nach Hause zu nehmen. Sternenkinder können auch mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm ins Personenstandsregister aufgenommen und dadurch regulär beerdigt werden. Bei der Trauerarbeit unterstützen beispielsweise die Klinikseelsorge, der psychosoziale Dienst, Hospizvereine oder Selbsthilfegruppen für trauernde Eltern.

Informieren Sie sich bei Frauenzimmer.de näher zum Thema Sternenkinder.