Sex in der Schwangerschaft

Sex in der Schwangerschaft
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Gibt es etwas zu beachten, wenn man während der Schwangerschaft Sex hat? Alle Infos zum Thema Sex in der Schwangerschaft finden Sie hier.

In der Schwangerschaft verspüren Frauen häufig besondere Lust auf Sexualität. Frauenzimmer.de erklärt, warum das so ist und was Sie sonst noch über Sex in der Schwangerschaft wissen sollten.

Die gesteigerte Durchblutung der Geschlechtsorgane kann in der Schwangerschaft die weibliche Libido erhöhen. Viele schwangere Frauen haben wesentlich mehr Lust auf sexuelle Aktivitäten als vor der Schwangerschaft. In dieser Periode fühlt sich der Sex wegen der Durchblutungssteigerung oft noch lustvoller und intensiver an. Andererseits kann das Lustempfinden durch eine Schwangerschaft auch zurückgehen. Grund dafür können Unsicherheiten und Unzufriedenheit durch körperliche Veränderungen sein. Auch der Hormonhaushalt ist in diesem Zusammenhang nicht zu vernachlässigen.

In einer normal verlaufenden Schwangerschaft ist gegen Sex nichts einzuwenden. Paare dürfen prinzipiell tun, was auch immer ihnen Spaß macht. Das ungeborene Kind liegt sicher verwahrt in der Fruchtblase, wo es von Fruchtwasser umgeben ist. Berührt oder gar verletzt wird es durch sexuelle Aktivitäten in der Schwangerschaft nicht. Nur in Ausnahmefällen raten Gynäkologen in der Schwangerschaft zur Enthaltsamkeit.

Falls Sie vor einer bestehenden Schwangerschaft bereits Fehlgeburten erlebt haben oder wenn Schwangerschaftskomplikationen vorliegen, ist Sex in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Blutungen, verfrühte Wehen, Fruchtwasserverluste oder Plazentainsuffizienzen können zum Beispiel Indikationen für Enthaltsamkeit sein. Bei Unsicherheiten rät es sich, beim betreuenden Gynäkologen nachzufragen. Liegt in der 14. und 20. Schwangerschaftswoche eine zufriedenstellende Kindesentwicklung vor, steht dem Sex meist nichts im Weg.

Wer sich zu Sex in der Schwangerschaft entscheidet, benutzt idealerweise Kondome. Bei überschrittenem Geburtstermin kann ungeschützter Sex wiederum ein natürlicher Geburtshelfer sein. Prostaglandine in den Spermien fördern die Wehen, indem sie den leicht geöffneten Muttermund weiten. Bei allen Aktivitäten in der Schwangerschaft ist auf Intimpflege zu achten, damit Pilzen und Bakterien vorgebeugt ist. Bei der Stellungswahl sollte man darauf achten, dass kein Druck auf Bauch und Gebärmutter ausgeübt wird. Zu empfehlen sind die seitliche Löffelchenstellung sowie Positionen, in denen die Frau selbst die Kontrolle über die Penetration hat.

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