Schwangerschaftsübelkeit

Schwangerschaftsübelkeit
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Morgenübelkeit plagt viele Schwangere in den ersten Wochen. Woran liegt das und was kann man gegen die Schwangerschaftsübelkeit tun?

Bei vielen Frauen tritt die sogenannte Schwangerschaftsübelkeit auf - zumeist im ersten Trimester der Schwangerschaft. Nur in seltenen Fällen muss sie ärztlich behandelt werden.

Schwangerschaftsübelkeit wird häufig auch als Morgenübelkeit bezeichnet, weil sie bei vielen Betroffenen morgens auftritt. Doch sie kann auch zu anderen Tageszeiten vorkommen. Insgesamt sind etwa 75 Prozent aller Schwangeren von ihr betroffen. Sie fängt im Durchschnitt etwa um die fünfte Schwangerschaftswoche an und steigert sich bis zur neunten. Ungefähr bis zur 16. Woche verschwindet sie wieder. In den meisten Fällen ist diese Form der Übelkeit harmlos und klingt irgendwann ab. Gefährlich wird es, wenn die Schwangere sich dauerhaft übergeben muss. Dieses übermäßige Erbrechen heißt 'Hyperemesis gravidarum' und muss ärztlich behandelt werden, da der Körper zu viel Flüssigkeit, Elektrolyte und Nährstoffe verliert.

Die Ursache für die Schwangerschaftsübelkeit liegt in einer Veränderung des Hormonspiegels. Ab der Befruchtung erhöht sich die Konzentration des Hormons 'HCG'. Ab der neunten Schwangerschaftswoche sinkt der Pegel wieder, bis er sich etwa von der 12. bis 16. Woche auf einem konstanten Niveau einpendelt. Das 'HCG' hat sowohl einen Einfluss auf den Verdauungstrakt als auch auf Geruchs- und Geschmackssinn. Aus diesen Gründen kann die Übelkeit durch bestimmte Gerüche oder verschiedene Lebensmittel ausgelöst werden. Häufige Beispiele sind der Geruch von Kaffee oder der Verzehr von Brot. Aber auch Überlastung, Stress und Blutzuckerschwankungen können auslösende Faktoren sein.

Nur in schweren Fällen muss die Schwangerschaftsübelkeit medikamentös behandelt werden. Ansonsten gibt es einige Tricks, die Betroffenen helfen können. Besonders wichtig ist die Ernährung. Es kann hilfreich sein, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Dabei sollten zu fettreiche und scharfe Speisen gemieden werden. Ferner spielt eine ausgewogene Ernährung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das gilt ebenso für den Flüssigkeitshaushalt, weshalb viel getrunken werden sollte. Dabei können beispielsweise Kräutertees mit Kamille oder Ingwer der Übelkeit entgegenwirken.

Betroffene und Interessierte finden weitere Informationen zum Thema Schwangerschaftsübelkeit bei Frauenzimmer.de.