Risikoschwangerschaft

Risikoschwangerschaft
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Was ist eine Risikoschwangerschaft und welche Auswirkungen hat diese Einstufung? Alles über Einflussfaktoren, potenzielle Gefahren und die Betreuung.

Eine Risikoschwangerschaft bedeutet nicht sofort eine akute Gefahr. Meist heißt das nur, dass es zu Problemen kommen könnte und deshalb die Schwangerschaft stärker überwacht werden muss.

Bei der Erstuntersuchung der Schwangerschaft wird diese eingestuft. Dafür stellt der Arzt Fragen zur Krankengeschichte und zu möglichen früheren Schwangerschaften sowie zu aktuellen Problemen. Aufgrund bestimmter Kriterien kann dann die Einstufung als Risikoschwangerschaft erfolgen. Dazu gehören das Alter der Mutter und eine Mehrlingsschwangerschaft. Auch wenn aktuelle Probleme und Krankheiten vorhanden sind, wie beispielsweise Schwangerschaftsdiabetes oder Herzerkrankungen, kann die Schwangerschaft als riskant eingestuft werden. Es handelt sich ebenso um eine Risikoschwangerschaft, wenn es Komplikationen bei früheren Schwangerschaften gab.

Die Einstufung als Risikoschwangerschaft ist insgesamt gar nicht so selten, da es viele Faktoren gibt, die einen negativen Einfluss auf eine Schwangerschaft haben können. Etwa drei von zehn Schwangerschaften fallen unter die Kategorie 'Risikoschwangerschaft'. Wichtig dabei ist, dass die Einstufung nur bedeutet, dass Komplikationen auftreten können, aber nicht zwingend müssen. Um das zu verhindern, erfolgen eine engmaschigere Betreuung und mehr Vorsorgeuntersuchungen. Außerdem übernimmt die Krankenkasse einige Zusatzuntersuchungen, die normalerweise von den Schwangeren selbst bezahlt werden müssten. Der Arzt kann zudem ein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen. Dies geschieht, wenn bei der Fortsetzung des Berufs eine Gefahr für Mutter und Kind bestehen würde.

Bei einer Risikoschwangerschaft müssen die betroffenen Frauen sich meist an bestimmte Verhaltensregeln halten. Sie sollten mit ihrem Arzt abklären, welche Sportarten sie noch ausüben dürfen, sich nicht überanstrengen und auf ihren Körper hören. Als geeignete und empfehlenswerte Sportarten gelten Schwimmen, Joggen, Walking sowie Yoga und Pilates.

Außerdem denken viele Frauen bei einer Schwangerschaft, dass sie jetzt für zwei essen müssten. Das ist jedoch nicht richtig. Wichtig ist vor allem eine gesunde, ausgewogene Ernährung, besonders bei einer Risikoschwangerschaft. Das bedeutet: viele Vitamine, Mineralstoffe und Eisen.

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