Pränataldiagnostik

Pränataldiagnostik
Foto: picture alliance / dpa Themendienst
Zusätzlich zur Schwangerschaftsvorsorge können Mutter und Kind mittels Pränataldiagnostik auf etwaige Entwicklungsstörungen untersucht werden.

Die Pränataldiagnostik ist eine Möglichkeit, zusätzlich zur Schwangerschaftsvorsorge zu untersuchen, ob ein Ungeborenes gesund ist. Es gibt mehrere Untersuchungsformen, die dies ermöglichen, doch meist werden diese von den Krankenkassen nicht finanziert.

Viele Eltern nutzen Verfahren der Pränataldiagnostik, um einen Hinweis auf die Gesundheit ihres sich entwickelnden Kindes zu erhalten. Diese Verfahren sind jedoch häufig ungenau. Und selbst wenn etwas festgestellt wird, gibt es in vielen Fällen nicht die Möglichkeit der Therapie eines kranken Embryos. Es bleibt dann häufig, sofern man es mit sich vereinbaren kann und keinen anderen Ausweg sieht, nur der Abbruch der Schwangerschaft. Werdende Eltern sollten sich deshalb gut überlegen, wie sinnvoll die Pränataldiagnostik für sie ist. Denn statistisch gesehen werden die meisten Kinder gesund geboren. Weiterhin entstehen einige der befürchteten Behinderungen erst nach der Geburt oder sind vorgeburtlich nur schwer nachweisbar.

Von invasiver pränataler Diagnostik spricht man beispielsweise bei der Plazentapunktion, der Fruchtwasseruntersuchung und der Nabelschnur-Punktion. Hierbei wird direkt in den Körper eingegriffen und es werden Gewebeproben entnommen. Bei invasiver Diagnostik geht man ein geringes Risiko einer Fehlgeburt ein. Die nicht-invasive Pränataldiagnostik, bei der nicht direkt in den Körper eingegriffen wird, ist weniger risikoreich, dafür auch weniger genau. Zu ihr zählen der Nackentransparenz-Test sowie verschiedene Bluttests.
Pränataldiagnostik ist für viele Eltern eine Maßnahme, die sie ruhiger schlafen lässt. Vor allem bei Eltern, die bereits Fehlgeburten erlebt haben oder bei deren Familien Erbkrankheiten vorkommen.

Angesichts der genannten Risiken sowie der Tatsache, dass die Ergebnisse oft nicht eindeutig sind, sind Paare gut darin beraten, die Vor- und Nachteile eingehend abzuwägen - vor allem dann, wenn sie selbst kerngesund und genetisch nicht vorbelastet sind.

Mehr Informationen über Pränataldiagnostik finden Sie hier bei Frauenzimmer.de.