Muttermilch

Muttermilch
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Muttermilch tut dem Neugeborenen besonders gut. Warum das so ist, welche Nährstoffe sie enthält und wie die Milchproduktion eigentlich funktioniert.

Mit der Milchproduktion in der Schwangerschaft entsteht der erste Baustein einer gesunden Säuglingsernährung. Die sekretorischen Zellen der weiblichen Brust lassen aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten die Muttermilch entstehen. Sie enthält bis zu 87 Prozent Wasser und eine Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Nach der Geburt des Kindes verändert sich die Zusammensetzung der Muttermilch mehrmals. Dieser Vorgang ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu gehören auch die Bedürfnisse des Kindes und die körperliche Verfassung der Mutter. Man unterteilt sie entsprechend der jeweiligen Zusammensetzung in drei Phasen.

Die erste Phase ist das 'Kolostrum', die sogenannte 'Vormilch' oder 'Anfangsmilch'. Das 'Kolostrum' wird im letzten Abschnitt der Schwangerschaft und sofort nach der Geburt gebildet. Diese Milch ist besonders dickflüssig und hat eine gelbliche Farbe. Sie ist sehr wertvoll für die Immunabwehr des Neugeborenen und besonders leicht verdaulich. Das 'Kolostrum' besteht aus wenig Fett und Zucker, hat aber viel Zink, Vitamin A, E und Vitamine des B-Komplexes sowie Immunglobuline. Das Neugeborene wird dadurch optimal vor Krankheiten und Infektionen geschützt. Die Anfangsmilch sorgt auch dafür, dass der Verdauungsprozess des Babys in Gang kommt und es den grünlich-schwarzen Stuhl ('Säuglingspech') aus dem Darm absetzen kann.

In der zweiten Phase wird die Muttermilch 'Übergangsmilch' genannt. Sie entwickelt sich etwa drei Tage nach der Geburt. Die blau-weiß schimmernde Milch ist sehr wässrig. Ihr Anteil an Eiweiß ist gering, dafür enthält sie mehr Kohlenhydrate und Fett.

In Phase drei entsteht die reife Muttermilch, die zwei bis drei Monate nach der Geburt zur Verfügung steht. Sie enthält über ein Prozent Eiweiß und hat eine weiße bis bläulich-weiße Farbe. Neben sehr viel Wasser weist die reife Muttermilch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Folsäure auf. Diese Milch löscht erst den Durst des Kindes und gibt dann Fett und Proteine ab, die das Baby satt machen.

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