Künstliche Befruchtung

Künstliche Befruchtung
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Wenn auf natürlichem Wege kein Kind gezeugt werden kann, kommt vielleicht eine künstliche Befruchtung infrage.

Die künstliche Befruchtung ist eine medizinische Methode, um Schwangerschaften ohne Geschlechtsverkehr zu erzielen. Sie wird zumeist in solchen Fällen angewendet, in denen Paare trotz längerer Bemühungen nicht in der Lage sind, Kinder zu zeugen. Es werden überwiegend zwei Methoden angewendet: die In-vitro-Semination und die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion.

Der Ablauf einer künstlichen Befruchtung beginnt mit der Gewinnung einer Eizelle sowie geeigneter Spermien. Bei der In-vitro-Semination werden Eizellen im Reagenzglas mit einem Spermium befruchtet. Die durch dieses Verfahren entstehenden Embryonen wachsen zunächst in einem Brutschrank heran, bis ihre Qualität feststellbar ist. Spätestens am fünften Tag nach der Befruchtung werden sie in den Uterus eingesetzt - wodurch die Schwangerschaft beginnt. Nach zwei Wochen steht fest, ob die künstliche Befruchtung erfolgreich verlaufen ist. Die Erfolgsquoten liegen zwischen 20 und 40 Prozent.

Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion wird unter anderem dann eingesetzt, wenn die Zeugungsfähigkeit des Mannes beeinträchtigt ist, da man hierfür nur eine einzige intakte Samenzelle benötigt. Bei dieser Methode werden die Spermien direkt in die Eizelle injiziert. Die Erfolgsrate liegt hier bei etwa 15 bis 20 Prozent. Der Erfolg einer künstlichen Befruchtung hängt in hohem Maße vom Alter und der Gesundheit der Mutter ab.

Grundsätzlich ist die künstliche Befruchtung für viele Paare mit Kinderwunsch ein Segen. Die Kosten einer künstlichen Befruchtung liegen bei der In-vitro-Semination bei 1.000 bis 2.000 Euro pro Zyklus, abhängig vom Alter der Frau. Eine Intrazytoplasmatische Spermieninjektion kann jedoch auch mehr als 5.000 Euro kosten. Verheiratete Paare können mit einer Teilfinanzierung durch die Krankenkasse rechnen, jedoch nur dann, wenn sowohl Mann als auch Frau älter als 25 Jahre sind. Künstliche Befruchtung und andere Fruchtbarkeitsbehandlungen erhöhen übrigens die Wahrscheinlichkeit für eine Zwillings bzw. Mehrlingsschwangerschaft.

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