Hochzeitsbräuche

Hochzeitsbräuche
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Ob blaues Strumpfband, Baumstamm durchsägen oder Braustrauß werfen: Alle Infos und Wissenswertes zum Thema Hochzeitsbräuche finden Sie hier.

Bei vielen Menschen gehören Hochzeitsbräuche zu einer Eheschließung dazu: Sie sollen Glück und Reichtum bringen, ewige Liebe und Treue garantieren und die Verbundenheit der frischgebackenen Eheleute zum Ausdruck bringen.

Viele der beliebtesten Bräuche blicken auf eine lange Tradition zurück, teilweise werden sie schon seit vielen Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten eng mit der Hochzeit verknüpft. Das Tragen von etwas Altem, etwas Neuem, etwas Blauem und etwas Geborgten obliegt beispielsweise der Braut. Das Neue steht dabei für den neuen Lebensabschnitt, das Alte symbolisiert das Festhalten an den eigenen Werten und die Verbindung zur eigenen Familie. Das Geborgte steht für die wortwörtliche Geborgenheit, die die Braut früher und auch in Zukunft bei Freunden und Verwandten fand und finden wird. Das Blaue schließlich ist ein Symbol für Treue, Unschuld und Reinheit.

Das gemeinsame Tortenanschneiden ist ebenfalls ein beliebter Brauch. Dabei ist es besonders wichtig, dass einer oder beide Brautleute selbst zum Messer greifen – das Anreichen durch eine dritte Person soll nämlich Unglück bringen.

Beim Baumstamm sägen wird dem Brautpaar beim Verlassen der Kirche oder des Standesamtes ein Baumstamm so in den Weg gelegt, dass er diesen versperrt. Das Paar muss nun gemeinsam mit einer bereitgelegten Säge den Baum zerteilen, um den Weg freizumachen. Dieser Brauch symbolisiert Zusammenhalt und gutes Zusammenarbeiten. Ähnlich dazu ist das Ausschneiden eines Herzes aus einem Bettlaken. Hierzu wird dem Brautpaar der Weg mit einem großen Bettlaken versperrt. Um weitergehen zu können, müssen die frischgebackenen Eheleute ein vorher aufgezeichnetes Herz ausschneiden, durch das sie anschließend hindurchsteigen können.

Die Brautentführung, auch Brautraub genannt, ist ein lustiges Spiel, bei dem die Braut von Freunden oder Verwandten möglichst unauffällig in eine Kneipe, Bar oder ähnliches gebracht wird. Wenn die Hochzeitsgesellschaft – im Idealfall natürlich der Bräutigam – das Fehlen der weiblichen Hauptperson bemerkt, geht die Suche los! Hinweise können wie bei einer Schnitzeljagd oder, ganz modern, per MMS oder SMS gegeben werden.

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