Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten
Foto: picture alliance / dpa-Zentralbild - Peter Endig
Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Syphilis oder Tripper sind nicht nur unangenehm, sondern können auch gravierende Folgen haben.

Ob Tripper, Chlamydien, Filzläuse oder Herpes Genitalis: Sexuell übertragbare Krankheiten sind nach wie vor verbreitet, aber immer noch ein großes Tabuthema. Dabei ist nicht jede Krankheit, die beim Sex übertragen wird, eine Geschlechtskrankheit: Ärzte unterscheiden hier zwischen den sogenannten STD (Sexually Transmitted Diseases, zu Deutsch: sexuell übertragbare Krankheiten) und Geschlechtskrankheiten. Zu den STD gehören dabei etwa Feigwarzen, Scheidenpilz und Herpes Genitalis. Tripper, Syphilis und Chlamydien dagegen sind Geschlechtskrankheiten.

Nur wenige Geschlechtskrankheiten und sexuell übertragbare Krankheiten verlaufen tödlich oder hinterlassen bleibende Schäden. Manche Geschlechtskrankheiten oder STD sind unheilbar, andere dagegen bemerkt man nicht einmal. Dieses Problem betrifft vor allem Frauen: Oft sind sie sich gar nicht darüber bewusst, dass sie sich etwas eingefangen haben. Dabei kann die Infektion mit einer Geschlechtskrankheit oder STD mitunter gravierende Folgen haben, denn manche führen zu chronischen Schmerzen oder Unfruchtbarkeit. Frauen haben zudem ein höheres Risiko, sich mit derartigen Krankheiten zu infizieren, als Männer.

Mehr als 30 unterschiedliche sexuell übertragbare Krankheiten sind bekannt und viele von ihnen können relativ einfach mit Medikamenten und den entsprechenden Maßnahmen in den Griff bekommen werden - wenn sie rechtzeitig entdeckt werden. Leider haben viele Betroffene immer noch Hemmungen, mit ihren Beschwerden zum Arzt zu gehen. Ein großer Fehler, denn gerade im Anfangsstadium ist die Heilung für den Patienten sehr viel unkomplizierter. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig beim Arzt auf Geschlechtskrankheiten testen zu lassen. Nur wer über eine etwaige Krankheit Bescheid weiß, kann sich behandeln lassen und somit verhindern, diese an seinen Partner weiterzugeben - oder an sein Kind. Denn auch wenn der Name nicht darauf schließen lässt: Geschlechtskrankheiten und sexuell übertragbare Krankheiten können auch von einer infizierten Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden. Meist geschieht das während einer (natürlichen) Geburt. Und dieses Risiko sollte keine Frau eingehen.

Ob es nun um vergleichbar harmlosere Geschlechtskrankheiten oder ernsthafte Erkrankungen wie Hepatitis B oder HIV geht: Mit verantwortungsbewusstem Handeln lässt sich das Risiko, sich mit einer solchen Krankheit zu infizieren, deutlich reduzieren. Wer beim Sex auf ein Kondom besteht und sich regelmäßig beim Arzt auf eine Infektion testen lässt, stellt also sicher, sich entweder gar nicht erst mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken oder diese so schnell wie möglich zu behandeln.

Weitere Informationen zu Geschlechtskrankheiten und sexuell übertragbaren Krankheiten finden Sie hier bei Frauenzimmer.de.