Extrauteringravidität

Extrauteringravidität
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Bei einer Extrauteringravidität (Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft) nistet sich die Eizelle außerhalb der Gebärmutter ein.

Das Fachwort Extrauteringravidität leitet sich von Uterus (Gebärmutter) und Gravidität (Schwangerschaft) ab. 'Extra' bedeutet zudem 'außerhalb': Nicht immer gelangt die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter, um sich dort einzunisten und sich zu einem kleinen Menschen zu entwickeln. Es handelt sich also um eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter.

Das fehlgeleitete Einnisten des Eies kann beispielsweise in den Eierstöcken, Eileitern und in der Bauchhöhle stattfinden. Durch Fehlbildungen oder Funktionsstörungen der Eileiter kann sich das Ei in der Schleimhaut des Eileiters festsetzen. In diesem Fall spricht man von einer Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität). Eine Bauchhöhlenschwangerschaft entsteht hingegen dadurch, dass der Eileiter die befruchtete Eizelle nicht auffängt. Sie fällt in die Bauchhöhle und reift dort heran.

Bei beiden Arten der Extrauteringravidität, auch ektope Schwangerschaft genannt, wird der Embryo nicht ausreichend versorgt, so dass es zu einer spontanen oder provozierten Fehlgeburt kommt. Bei Vorliegen einer Eileiterschwangerschaft kommt die Gefahr hinzu, dass der Embryo den Eileiter zum Zerreißen bringen kann. Einseitige Schmerzen im Unterbauch sind die Folge. Eine ektope Schwangerschaft hat keine Aussicht auf Erfolg und muss abgebrochen werden. Je nach Indikation wird entschieden, ob ein Abgang mit Hilfe von Medikamenten oder chirurgisch eingeleitet wird. In jedem Fall ist ein Ende der Schwangerschaft eine sowohl physische als auch psychische Belastung für die Frau. Hier ist oftmals eine professionelle Unterstützung notwendig, um Ängste vor Unfruchtbarkeit und gesundheitlichen Risiken zu relativieren.

Ursachen für Fehleinnistungen können hormonelle, körperliche oder funktionelle Dispositionen sein. Spiralträgerinnen sollen in erhöhtem Maße von Fehlschwangerschaften betroffen sein. Auch Rauchen soll die Gefahr einer Extrauteringravidität erhöhen. Valide Zahlen zur Häufigkeit von Extrauteringravidität sind nicht gegeben. Es wird spekuliert, dass es eine Steigerung aufgrund von spätem Kinderwunsch und speziellen Hormonbehandlungen geben soll. Wichtig ist, dass Frauen regelmäßig zu gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen gehen. Eine ektope Schwangerschaft kann mittels Ultraschall schnell diagnostiziert werden.

Hilfreiche Informationen zum Thema Extrauteringravidität finden Sie hier bei Frauenzimmer.de.