Forum Baby & Familie - Fehlgeburt, Sternenkinder & Kindstod

Wie verarbeitet Ihr die Trauer?

22.01.2013, 12:03
Pixel-Elfe
registriert seit: 23.02.2011
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Hallo,

ich habe letztes Jahr im Mai die Pille abgesetzt.
Im Oktober hatte es endlich geklappt und ich war schwanger. Es war auch kein Eileiterschwangerschaft sondern es war eigentlich alles da wo es hingehört. Allerdings war die Entwicklung etwas langsamer als normal.
Am 8.11. bemerkte ich dann auf der Arbeit das ich leichte Blutungen hatte. Meine Ärztin hatte Urlaub und deshalb sind wir gleich ins Krankenhaus gefahren. Es wurde Ultraschall gemacht und die Ärztin beruhigte mich gleich weil noch alles ok war. Sie meinte es sei normal das man in der Schwangerschaft auch mal Blutungen hat und ich solle mir keine Sorgen machen. So lange es nicht schlimmer sei als wenn ich meine Tage habe bräuchte ich nicht mehr zu kommen.
Nen Tag später waren die Blutungen auch fast wieder weg.
Am 10.11. wurden Sie aber wieder stärker und ich bekam Schmerzen. Bin aber nicht gleich ins Krankenhaus da ich Montags eh nen Termin bei meiner Ärztin hatte.
Montags stellte sie dann fest das ich eine Fehlgeburt hatte...ich war am Boden zerstört. Ich war Anfang 9. Woche.

Es half mir auch nicht wirklich das ich gesagt bekam, dass sowas in jeder 5. Schwangerschaft vorkommt und es ein Prozess ist bei dem sich die Natur "selbst hilft" da mit dem Kind sonst irgendwas nicht stimmen würde.

Ich war wochenlang in einem absoluten Loch...wollte nicht raus...nicht unter Leute, habe mich eingeigelt. Hab nur noch geheult.
Sobald ich jemand gesehen habe der Schwanger war oder einen Kinderwagen schob bin ich in Tränen ausgebrochen.

Eigentlich habe ich gedacht ich wäre mittlerweile drüber hinweg.
Aber als mir dann eine Freundin erzählte das sie schwanger ist habe ich gemerkt das sich zwar mein Körper davon erholt hat...aber meine Seele noch weit davon entfernt ist.

Wie habt Ihr diese Trauer verarbeitet?
:( Um den vollen Wert des Glücks zu erfahren brauchen wir jemand, um es mit ihm zu teilen. (Mark Twain) :(
02.02.2013, 03:33
Pixel-Elfe
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Ich rede über meinen Sohn (jason nathanel) - bericht über mein sternchen ist auch im sternenkind-forum hier
Ich erzähl meinen Kindern von ihrem großen bruder der jz ein stern ist.....meine tochter (fast 3) sagt dem himmel jeden Abend gute nacht und schickt manchmal den sternen ein küsschen
* 09.02.09 Justin Lennox
* 17.02.10 Alina Michelle
* 04.02.11 Jeremy Jaden

positiv getestet am 03.12.12 // ET 15.08.13

Schwanger mit drei kindern an der hand und meinem Sternchen tief im Herzen

Unter Tränen und in tiefer Trauer musste ich dich
02.02.2013, 22:44
Pixel-Elfe
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Hallo rine85
Ich bin im Oktober auch schwanger geworden und hab es ende November erfahren. Ich hatte aber in der Zeit wo ich es noch nicht wusste Antibiotika bekommen gegen etwas anderen. Hat nur leider der Schwangerschaft geschadet und somit habe ich es Anfang Dezember auch verloren da war ich Ende 5. Woche. Ich ahbe auch gedacht das ich drüber weg bin aber in meinen Freundeskreis sind 2 Frauen schwanger auch haben alle im August Entbindungstermin. Ich mache mich dadurch stark das ich mir sage es sollte so sein und wir wollen im sommer nochmal anfangen und es erneut probieren. LG
06.02.2013, 10:46
Frauenzimmer
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Habe das ganze zweimal durchgemacht. Das erste mal war ich bereits in der 16 SSW.
Plötzlich mitten in der Nacht hatte ich hölliche Schmerzen und sehr starke Blutungen.
Mein Mann brachte mich ins KH, dort kam ich sofort in den OP.
Nach der OP war ich erst erleichtert das die Schmerzen vorbei waren, danach wurde mir erst der Verlust bewust.
Bereits 4 Std. nach der Op wurde ich aus dem KH entlassen.
Ich konnte es in unserer Wohnung nicht mehr aushalten, sie wurde gekündigt und wir zogen in eine neue.
Habe mich bei Freunden u. Verwandte rar gemacht.Die gutgemeinten Sprüche konnte ich mir nicht anhören.
Statt die Trauer zu verarbeiten vergrub ich mich in Arbeit.
Meine zweite Fehlgeburt hatte ich in der 18SSW . Keine Schmerzen, keine Blutungen nur ein komische Gefühl.
Deshalb wollte ich zum FA. Doch als ich mich im BAD fertig machen wollte, bekam/verlor ich bereits mein Baby.
Es zu halten und zu wissen es ist nicht lebensfähig hat mich fast um den Verstand gebracht. Diesmal musste ich eine Woche im KH bleiben, auch danach schrieben mich die Ärzte Krank. War depressiv bekam Medikamente, aber der Trauer konnte ich mich einfach nicht stellen.
Das war mir großer Fehler wie ich bei meiner 3. Schwangerschaft rausstellte. Denn ich hatte so große Verlustängste das ich Nachts Alpträume bekam. Mein FA hat mir dann eine Therapie verordnet.
Kann nur jedem Raten Trauerarbeit zu leisten, egal auf welcher Weise.
Heute habe ich zwei gesunde Söhne. Sie wissen das sie eigentlich noch einen großen Bruder und eine große Schwester hätten, sie sind und bleiben ein Teil von uns. Der Schmerz wird weniger, das Leben geht weiter, aber die Erinnerung bleibt.




    "Disziplin ist die Brücke zwischen Zielen
    und ihrer Verwirklichung."
08.02.2013, 13:36
Pixel-Elfe
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Beiträge: 3
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Ich habe vor zwei Jahren eine Fehlgeburt gehabt, Ich hätte mir beinah das Leben genommen weil mich keiner verstehen konnte noch nicht einmal mein Mann die Beziehung ging fast kaputt. Ich hatte nur einen ausweg gehabt ich musste mit Jemanden darüber reden erst wollt ich eine selsorge anrufen aber dann habe ich mit meine Hebamme darüber gesprochen und das hat mir ein wenig und sie hat mir angeboten wenn ich nochmal jemanden brauch zum reden dann soll ich sie anrufen. und jetz habe ich mir den namen meines ungeborenen Babys tätoowiren lassen so ist es immer bei mir nicht nur im Herz.(f)
26.02.2013, 17:39
Foren-Fee
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Hallo,
Ich habe 2010 mein baby verloren in der 15. ssw! Wir sind donnerstags zur routine untersuchung gegangen. es wurde festgestellt das eine blase um das baby ist. der arzt hatte uns darüber aber vorerst nicht erkundigt. Es kam nur der satz "es ist etwas nicht inordnung." Sie müssen zu einen spezialisten. Bei diesen termin war ich sauer weil er nichts gesagt hatte was los war. wir mussten ganze 5 tage warten bist wir in münster bei einen spezialisten waren, der gerade aus seinen urlaub kam. der hat uns dann gesagt das mein baby kein herzschlag mehr hat. ab den satz habe ich nichts mehr sagen können, wollte erst die starke spielen doch nach einer viertel stunde kam es dann alles raus aus bei mir. drei tage später habe ich dann die ausschabung gehabt.
meine arbeitskollegen haben die ganze zeit gesagt. du bist ja noch jung, und den üblichen kram... das ging mir auf die nerven... mich wunderts heute das ich arbeiten gegangen bin. nunja nach der ausschabung habe ich zwei wochen nicht arbeiten können. da ich nur im bett lag und mir erst mal die ganze schuld am tot meines kindes gegeben habe. mein frauenarzt hatt nichts mehr gesagt.
das schlimmste daran ist das eine freundlin genau in den zeitraum schwanger war wie ich und die hat den namen FÜR MEIN KiND genommen und es ihren kind gegeben. so das ich immer fein an meine FG erinnert werde. das find ich das aller schlimmste für mich.
und wir haben ganz klar gesagt das wir das kind so nennen wollten, ich weis nicht wie man so unsesibel sein kann.
meine trauer ist zwar noch da, aber sie ist nicht mehr so schmerzhaft wie es vor einiger zeit war.
Mein Sternchen wird immer in meinen gedanken sein.
LG und seit immer schön tapfer