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Zwischenblutung: Ursachen der Schmierblutung

Zwischenblutungen: Das können die Ursachen sein
Zwischenblutungen: Das können die Ursachen sein Sind Schmierblutungen immer schlimm? 00:01:07
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Zwischenblutung: Harmlos oder gefährlich?

Auch wenn der Zyklus der Frau normalerweise regelmäßig ist, hat fast jede Frau sie schon einmal erlebt: die Zwischenblutung (Metrorrhagie). Sie ist eine unangenehme Überraschung, die meist ohne Vorwarnung neben den üblichen Regelblutungen auftritt und zu peinlichen Situationen führen kann. Wir verraten Ihnen, was die Ursache für die Schmierblutung sein kann.

Von Daniele Erdorf

„Viele Frauen sind beunruhigt, wenn es zu azyklischen Blutungen kommt“, so Gynäkologe Walter Dolff, der dies immer wieder in seiner Essener Praxis beobachtet. „Und das nicht selten zu Recht“, erläutert der Frauenarzt weiter, „vor allem, wenn die Zwischenblutung mit starken Schmerzen einhergeht, häufiger vorkommt oder über einen längeren Zeitraum andauert.“ Meist dauert eine Schmierblutung nur wenige Tage an. Sie kann aber auch bis zu zwei Wochen und länger anhalten - dann sprechen Frauenärzte von der Menometrorrhagie.

Eine Abklärung ist immer sinnvoll, da neben harmlosen auch gefährliche Ursachen in Frage kommen.

Ursachen der Schmierblutung

Die Ursachen für Zwischenblutungen können sehr unterschiedlich sein. Meist werden sie durch hormonelle Störungen verursacht. „Das kommt in der Pubertät und in den Wechseljahren besonders häufig vor und lässt sich sehr gut über Hormon-Präparate regulieren“, so Dolff. Aber auch während der Einnahme der Antibaby-Pille oder anderer Hormontabletten kann es zu Schmierblutungen kommen. Meist stimmt dann die individuelle Dosierung von Östrogenen oder Gestagenen nicht. Vor allem bei den so genannten ‚Minipillen‘ lässt sich dies immer wieder beobachten.

Eine weitere harmlose Art der Zwischenblutung sind die so genannten Spottings. Dabei handelt es sich um minimale Blutungen zur Zeit des Eisprungs. Auch ein verletztes Gefäß in der Vagina - beispielsweise durch Geschlechtsverkehr - kann Blutungen verursachen. Diese klingen aber meist schnell wieder ab.

Außerdem können Wucherungen der Schleimhaut der Gebärmutter (Endometriose), Polypen oder gutartige Gebärmuttergeschwulste (Myome) mit Blutungen einhergehen. "Hier müssen in jedem Fall die Grunderkrankungen diagnostiziert und therapiert werden, um weitere Zwischenblutungen zu verhindern", so Gynäkologe Walter Dolff.

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Hausmittel gegen Zwischenblutungen

Für Frauen, die auf Hormonpräparate verzichten wollen, um eine Zwischenblutung mit hormoneller Ursache zu verhindern, hat Gynäkologe Dolff noch einen Tipp aus der Naturheilkunde: „Mönchspfeffer wirkt ausgleichend auf Hormonspiegel und Zyklusgeschehen. Das Kraut gibt es inzwischen als Tabletten in jeder Apotheke und hilft azyklischen Blutungen vorzubeugen.“ 

Bei Schmierblutungen zum Arzt?

Trotz regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen können Schmierblutungen auch ein Anzeichen für gefährliche Krebsgeschwülste (Karzinome) sein. Dolff: „Sicherlich müssen Frauen nicht direkt zum Arzt, wenn es ausnahmsweise mal zu einer azyklischen Blutung kommt. Geschieht dies aber zwei oder drei Mal kurz hintereinander oder im Verlauf mehrerer Monatszyklen, sollte die Ursache unbedingt abgeklärt werden.“

Zwischenblutungen während der Schwangerschaft

Besondere Vorsicht ist bei Zwischenblutungen in der Schwangerschaft geboten. In den meisten Fällen verbirgt sich hinter der Schmierblutung während den ersten drei Schwangerschaftsmonaten nur eine hormonelle Schwankung, die nicht weiter bedenklich ist. Hier spricht man ebenfalls vom Spotting, bei dem der Körper noch Hormone der Zyklusregulation freisetzt.

Allerdings kann die atypische Blutung auch ein Hinweis auf ernstere Komplikationen sein, wie beispielsweise eine extrauterine Schwangerschaft, je nach Ort auch Tubar- oder Peritonealgravidität genannt, bei der sich die Eizelle fälschlicherweise im Eileiter (Eileiterschwangerschaft) beziehungsweise in der Bauchhöhle einnistet. Hier muss der Embryo schnellstmöglich entfernt werden, da diese Komplikation unter Umständen lebensbedrohlich sein kann.

Klären Sie deshalb eine Schmierblutung immer mit Ihrem Frauenarzt ab, der die Ursache ermitteln und Ihnen in der Regel Entwarnung geben kann.

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