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Zwischen Exzess und Askese: Trends der Mailänder Modewoche

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Bottega Veneta setzt bei seiner Schau in Mailand auf dezente Töne. Foto: Daniel Dal Zennaro © DPA

Viele sagen: Das Internet hat Schuld. Wer es auf Plattformen wie Instagram schaffen will, muss auffallen - und zwar optisch plakativ.

Und weil inzwischen auch die größten Luxushäuser in der hohen Streuweite solcher Online-Dienste eine ideale und zudem kostenlose Werbemöglichkeit sehen, werden die Kollektionen eben das: plakativ. Auf den Max Mara.

Hülle: Mäntel bekommen noch mehr Volumen, Röcke reichen tief nach unten und auch Hosen umwehen das Bein. Einige Kollektionen verzichten fast vollständig auf Kontur und sind ein einziger Fluss.

Pelz: Da es dieses Material inzwischen jeden Winter auf die Trendliste schafft, ist es streng genommen keiner mehr. Wenn nicht Marco de Vincenzo gezeigt hätte, wie spektakulär man Pelze aus synthetischer Herstellung verarbeiten kann. Ein starkes ethisches Statement.

Zeitreise: Mailands Designer bildeten fast das komplette 20. Jahrhundert nach. Der Vorwurf, zu sehr im Vergangenen zu schwelgen und zu wenige Visionen für die Zukunft zu entwickeln, war auch dieses Mal nicht zu entkräften.


dpa
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