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Zucker und Krebs: Softdrinks erhöhen das Krebsrisiko

Zucker und Krebs: Softdrinks erhöhen das Krebsrisiko
© picture-alliance/ dpa, Daniel Karmann

Zwei Gläser pro Woche reichen für Krebs

Cola und Limonaden schmecken zwar gut, in zu großen Mengen sollte man Softdrinks allerdings nicht konsumieren. Bereits zwei Gläser der süßen Getränke pro Woche reichen aus, um das Risiko für Bauchspeicheldrüsen-Krebs um bis zu 87 Prozent zu steigern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie der Universität von Minnesota.

Über 14 Jahre hinweg untersuchten die Wissenschaftler die Lebensgewohnheiten von mehr als 60.000 Männer und Frauen in Singapur. 140 von ihnen erkrankten in dieser Zeit an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Forscher gingen anschließend der Frage nach: Was war das Gemeinsame dieser Patienten? Die Antwort darauf: Die Erkrankten hatten deutlich mehr Softdrinks pro Woche getrunken, als die anderen Teilnehmer an der Studie.

Zucker und Krebs: Fruchtsäfte sind ungefährlich

„Der hohe Zuckeranteil der Softdrinks könnte durch eine Erhöhung des Insulinspiegels im Körper das Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs fördern“, so Professor Mark Pereira von der Universität Minnesota. Insulin ist das Hormon, das der Körper ausschüttet, um Zucker zu verarbeiten und in die Zellen zu transportieren. Fruchtsäfte, die ebenfalls recht zuckerreich sind, sollen dagegen ungefährlich sein.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist zwar relativ selten, gilt aber als die tödlichste Krebsart. Fünf Jahre nach der Diagnose der Krankheit sind nur noch fünf Prozent der Patienten am Leben.

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