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Zu wenig Schlaf : Schlaflosigkeit macht Kinder krank

Kinder, die zu wenig Schlaf bekommen sind eher depressiv

Eltern von Babys werden es von sich kennen: Sie bringen ihr Kind instinktiv früh ins Bett, damit es die ersten Eindrücke des Lebens optimal während des Schlafs verarbeiten kann. Und das ist gut so! Denn zu wenig Schlaf macht Kinder auf Dauer krank. Das belegt eine aktuelle Studie aus Norwegen.

Ein Forscherteam der University of Bergen und dem Norwegian Institute of Public Healthuntersuchte untersuchte 32.662 Mutter-Kind-Paare über mehrere Jahre. Dabei sollten Mütter einen Fragebogen hinsichtlich des Schlafverhaltens ihrer Kinder zu drei Zeitpunkten ausfüllen: Als sie in der 17. Woche schwanger waren, als ihr Kind 18 Monate alt war und noch einmal als das Kind 5 Jahre alt geworden ist.

Wie die Forscher bereits im Vorhinein vermuteten, kamen sie zu dem Ergebnis, dass der Schlafrhythmus bei Kleinkindern Auswirkungen hat auf ihre Entwicklung. 18 Monate alte Babys, die nachts öfter als drei Mal wach werden und Kinder, die insgesamt weniger als zehn Stunden Schlaf hinter sich gebracht haben, haben ein höheres Risiko im Alter von fünf Jahren verhaltensauffällig zu sein.

Fausteregel: mindestens 10 Stunden Schlaf pro Tag

Mit verhaltensauffällig meint die Studie, dass diese Kinder häufiger zu emotionalen Reaktionen tendieren und dazu neigen, ängstlich oder depressiv zu sein. Allerdings ist diese Schlussfolgerung mit Vorsicht zu genießen: Nicht jedes Kind, das im Kleinkindalter schlecht schläft, muss sich auch so entwickeln. Neben dem Schlafrhythmus beeinflussen auch viele andere Faktoren das spätere Verhalten eines Kindes. So etwa die geistige Gesundheit der Eltern und auch das Temperament des Kindes.

Was aber jedes Elternpaar beherzigen sollte: Die Faustregel von mindestens 10 Stunden Schlaf pro Tag für Kleinkinder ist durchaus sinnvoll. Nur so können sich die Kleinen von ihren aufregenden Tagen ausreichend erholen und ausgeschlafen sein, um am nächsten Morgen wieder Neues zu entdecken.

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