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Zu wenig Kinder werden geimpft

Zu wenig Kinder werden geimpft
© dpa, A3390 Kay Nietfeld

Experten schlagen Alarm

Trotz guter Aufklärung und Versorgungslage sind in Deutschland immer noch zu wenig Kinder gegen ansteckende Krankheiten geimpft. Zwar stiegen die Impfquoten der Schulanfänger kontinuierlich an. Dennoch sind nach Angaben des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Burger, Verbesserungen erforderlich - besonders auch bei den Schutzimpfungen für Kinder.

Laut Ansicht der Experten werde immer noch nicht ausreichend gegen Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten und Hepatitis B geimpft. Außerdem erfolgen die entsprechenden Impfungen oft zu spät, hieß es.

Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Masern und Röteln in Europa bis 2010 auszurotten, ist laut Ole Wichmann (Robert-Koch-Institut) nicht erreicht und daher auf das Jahr 2015 verschoben worden.

Auch in Deutschland ist man noch längst nicht am Ziel. Die erforderliche Impfquote von 95 Prozent für zwei Dosen der Masern- und Rötelnimpfungen im vergangenen Jahr habe man noch nicht erreicht.

Burger forderte die Konferenz auf, gemeinsame Impfziele zu entwickeln, die auch Verantwortliche für die Umsetzung benennen. Denn die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut seien lediglich fachliche Empfehlungen ohne rechtliche Verbindlichkeit.

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