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Zu viel getrunken: Wasservergiftung wird Britin zum Verhängnis

Wasser trinken kann zur Todesfalle werden

Ein aktueller Fall erschüttert derzeit Großbritannien: Eine 47-Jährige aus London ist an einer Wasservergiftung gestorben. Die leidenschaftliche Wanderin befand sich mit ihrem Freund im Grand-Canyon-Nationalpark, Arizona. Nach der Wanderung wollte das Paar im Grand Canyon Village in einen Bus steigen, doch die Britin wurde ohnmächtig und sackte zusammen. Nachdem Ärzte sie zunächst stabilisieren konnten, klagte sie über starke Kopfschmerzen. Ihr Zustand verschlechterte sich auf dem Weg ins Krankenhaus deutlich. Alle Versuche der Ärzte, die 47-Jährige zu retten, scheiterten. 19 Stunden später wurde sie für tot erklärt.

Nach Informationen der behandelnden Ärzte konnte ein zu niedriger Natriumspiegel im Blut der Frau nachgewiesen werden. Sie hatte - vermutlich aus Angst vor einer Dehydrierung - sehr große Mengen Wasser zu sich genommen, was ihr zum Verhängnis wurde: Bei der sogenannten Wasservergiftung (Hyponatriämie) kommt es zu einem Ungleichgewicht des Mineralienhaushalts im Körper, ausgelöst durch die Verdünnung der Zell-Flüssigkeit. Die Zellen quellen auf, der Körper reagiert daraufhin mit noch mehr Durst, um den Natriumspiegel auszugleichen. Dieser Teufelskreis kann dann tödlich enden: Wenn Betroffene in solchen Fällen noch mehr trinken, „ertrinken“ die Zellen des Körpers. Kopfschmerzen, Orientierungslosigkeit und Benommenheit sind typische Symptome für eine Wasservergiftung. Kaum zu vermeiden sind die darauffolgenden tödlichen Symptome: Hirn- und Herzfunktionen sind eingeschränkt und es kann zu Hirntot und Herzstillstand kommen.

Besonders gefährdet beim Sport

Vor allem beim Sport nehmen Menschen viel Flüssigkeit auf, manchmal auch zu viel. Bei einem Verlust von drei Litern Schweiß soll man nach Angaben von Sportmedizinern maximal acht Liter Flüssigkeit aufnehmen. Hochleistungssportler trinken aber durchaus noch mehr, wegen der verhängnisvollen Angst vor Dehydrierung und darauffolgendem Leistungsabbau.

Im Alltag sind Wasservergiftungen durch Verdünnung kaum möglich. Sie sollten dennoch aufpassen, wenn Sie mal wieder einen Sport-Tag einlegen. Essen Sie lieber ausreichend gehaltvolle Nahrung (die liefert auch Flüssigkeit) und trinken Sie Getränke mit Elektrolyte-Zusätzen.

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