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Zion Harvey (9) bekommt als erster Junge in Amerika eine doppelte Handtransplantation

Zion konnten beide Hände transplantiert werden
Zion konnten beide Hände transplantiert werden "Jetzt kann ich mich alleine anziehen, ohne das wer hilft" 00:01:34
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Doppelte Handtransplantation macht für Zion Baseball spielen wieder möglich

Wegen einer bakteriellen Infektion mussten dem neunjährigen Zion Harvey beide Füße und Hände amputiert werden. Nun ist er der erste Junge in Amerika, der eine doppelte Handtransplantation bekam – und mit ihr wieder den größten Lebensmut.

Zion Harvey (9) bekommt als erster Junge in Amerika eine doppelte Handtransplantation
Die Operation dauerte zehn Stunden lang und es waren 40 daran Leute beteiligt. © © The Children’s Hospital of Philadelphia

„Was ich jetzt kann, ist nach dem Baseball zu greifen. Ich kann besser nach dem Schlagstock greifen. Ich kann jetzt Baseball-Handschuhe tragen“, sagte der tapfere Zion laut 'CNN' dem Children’s Hospital in Philadelphia. Nur 13 Monate nach der Operation kann Zion schreiben, sein eigenes Essen machen und sich selbst anziehen. Und nicht nur das: Seine ‚neuen‘ Hände wachsen sogar mit ihm.

Dabei war daran vor einigen Monaten noch gar nicht dran zu denken: Als Zion zwei Jahre alt war, erlitt er eine lebensbedrohliche Blutvergiftung, die zu einer Amputation von beiden Händen und Füßen führte.

Nachdem er weitere zwei Lebensjahre an der Dialyse gehangen hatte, bekam er eine Spenderniere von seiner Mutter. Doch bis die erlösende Operation stattfinden sollte, mussten 18 Monate lang Werte vom Philadelphia’s Shriners Hosptials for Children und vom Children’s Hospital of Philadelphia ausgewertet werden. Ein steiniger Weg tat sich auf, bis er endlich als Kandidat in Erwägung gezogen werden konnte.

"Jenseits unserer Erwartungen"

Die Transplantation der Hände erforderte 40 Chirurgen, Krankenschwestern und Anästhesisten und hat über zehn Stunden gedauert. Doch all die Mühe zahlte sich aus: die Operation glückte.

Der begleitende Arzt und Co-Direktor Dr. Benjamin Chang empfand den Heilungsprozess sogar jenseits jeglicher Erwartungen. Die Operation ist zwar abgeschlossen, doch die Therapie geht stets weiter. Mit eisernem Willen lernte Zion als erstes mit dem Daumen zu wackeln. Es erforderte zwar Konzentration, aber der tapfere Junge schaffte es. Die Ärzte erklärten ihn, er müsse seine „Muskeln neu befeuern“, damit das Gehirn wieder lernt, wie die Bewegungsabläufe funktionieren.

Der kleine Zion hat einen großen Lebensmut, von dem seine Mama einfach nur begeistert ist: „Der Himmel ist die Grenze. Und dabei fängt er gerade erst an! Schaut, was er nun hat, nach einem Jahr und stellt euch vor, wie es in fünf Jahren sein wird. Er ist erstaunlich.“

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