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Zika-Virus: Auch die Tigermücke kann die Krankheit wohl übertragen

Behörden melden erste Infektion durch Geschlechtsverkehr
Behörden melden erste Infektion durch Geschlechtsverkehr Gefährliches Zika-Virus 00:00:23
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Infektionsgefahr mit Zika-Virus in Deutschland ist gering

Das Zika-Virus verbreitet sich momentan in Brasilien und Südamerika rasant. Mittlerweile ist auch klar: Das Virus ist sexuell übertragbar. Man war zuvor davon ausgegangen, dass Zika vor allem durch die Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen wird. Experten zufolge ist aber wohl auch die Asiatische Tigermücke ein möglicher Überträger. Diese Mückenart hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland angesiedelt.

Zika Virus- Tigermücke auf Haut
Die Tigermücke stammt ursprünglich auf dem Asiatischen Raum - Sie wird allerdings immer öfter in Deutschland gesichtet © dpa, Gustavo Amador

Der Mückenfachmann Norbert Becker rät wegen des Zika-Virus zur stärkeren Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke. "Mit großer Wahrscheinlichkeit kann man davon ausgehen, dass sie das Virus übertragen kann", sagte der wissenschaftliche Direktor der 'Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage' (Kabs). Bewiesen sei das aber noch nicht. Dass die heimischen Hausmücken Überträger des Virus sein könnten, halte er für "sehr unwahrscheinlich". Aber auch das müsse noch untersucht werden.

Generell riet der Biologe, nicht in Panik zu verfallen. Die Gefahr einer Infektion mit dem Zika-Virus in Deutschland sei äußerst gering. Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) müsse man jedoch im Blick behalten und "sofort bekämpfen". Diese und die Gelbfiebermücke seien "die besten Virenüberträger weltweit", sagte Becker. Die Gelbfiebermücke gilt in Brasilien als Überträger der Zika-Viren. Nach Beckers Angaben wurde sie bereits in den Niederlanden entdeckt - vermutlich eingeschleppt.

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