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Zeugnis: Mit dem 5-Punkte-Programm zum Schulerfolg

Zeugnis: Mit dem 5-Punkte-Programm zum Schulerfolg
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Schlechte Noten? Im nächsten Zeugnis sieht es besser aus!

Der Zeugnistag ist für viele Kinder und Jugendliche und auch für ihre Eltern eine sehr stressige Zeit. Doch das muss nicht sein! Mit unserem 5-Punkte-Programm bekommen alle Beteiligten den Stress in den Griff und am Ende des nächsten Schuljahres liegt ein zumindest passables Zeugnis auf dem Tisch. Garantiert!

1. Nicht jammern oder strafen, sondern handeln!

Zwei Fünfen auf dem Zeugnis oder sogar noch Schlimmeres? Der Schock sitzt! Viele Eltern jammern, schreien und ergehen sich in Vorwürfen. Lassen Sie es sein: Das bringt alles nichts!

Erste Hilfe: Trost

Halten Sie sich zurück. Das ist nicht leicht, aber der erste Schritt zur sinnvollen Hilfe. Nach einer schlechten Note fühlt sich Ihr Kind furchtbar. Wenn Sie jetzt noch Ihre Entäuschung zeigen, hat Ihr Kind das Gefühl gleich zum zweiten Mal versagt zu haben: Es macht Ihnen Kummer.

Wenn Sie wirklich helfen wollen, müssen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst nehmen. Bei Grundschülern ist eine Umarmung die beste Medizin. Sagen Sie Ihrem kleinen Mädchen oder Jungen, dass sie sich doch von einer Fünf nicht unterkriegen lassen.

Bei älteren Kindern hilft einfach eine heiße Tasse Kakao oder eine halbe Stunde Alleinsein im eigenen Zimmer. Lassen Sie ihm ein bisschen Zeit. Danach können Sie Ihr Mitgefühl äußern und das Gespräch suchen. Aber lassen Sie die Vorwürfe und vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen. Das hat noch nie geholfen, und Neid auf die Noten anderer Kinder ist kein guter Motivator.

Respektieren Sie Ihr Kind - auch mit einer 5!

Respektieren Sie Ihr Kind, dann wird es auch Sie respektieren und gemeinsam mit Ihnen am Problem Schule arbeiten! Dieser 1. Punkt ist die Grundvoraussetzung für die Problemlösung. Sie brauchen jetzt vor allem die freiwillige Mitarbeit ihres Kindes.

Im Übrigen: Dass Sie so aufgebracht sind, bedeutet ja auch, dass Sie von den schlechten Leistungen keine Ahnung hatten. Sie müssen sich also in Zukunft mehr darum kümmern, was in der Schule – und zuhause - geschieht. Der erste Punkt des 5-Punkte-Plans betrifft vor allem die Eltern.

Was Sie bei einem schlechten Zeugnis tun sollten: Besprechen Sie das Zeugnis mit Ihrem Kind sachlich und gründlich. Sagen Sie, dass Sie besorgt und unzufrieden sind und dass es jetzt darauf ankommt, das nächste Zeugnis wesentlich zu verbessern. Machen Sie deutlich, dass es die Noten sind, die verändert werden müssen, nicht aber Ihr Kind. Schließen Sie eine Bestrafung von vornherein aus und kündigen Sie Belohnungen für bessere Leistungen an!

Sie wollen das Problem gemeinsam mit dem Kind in den Griff kriegen. Fragen Sie es nach seiner Meinung zu dem Zeugnis. Das leitet dann schon zu Punkt 2 über: Ursachenforschung.

Zeugnis: Mit dem 5-Punkte-Programm zum Schulerfolg
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2. Ursachenforschung

Sie sollten jetzt den Ursachen für die schlechten Noten auf die Spur kommen. Denn nur dann kann es besser werden. Sechs unterschiedliche Problem-komplexe sind möglich.

Überforderung: Sind Sie als Eltern sehr ehrgeizig?

Ist für Sie das Abitur (oder die Mittlere Reife) selbstverständlich? Fragen Sie sich doch einmal ganz selbstkritisch, ob Sie ihr Kind vielleicht überfordern. Meist sind dann die Leistungen schon über längere Zeit recht dürftig gewesen. Versuchen Sie, Wunschdenken abzulegen und erleichtern Sie Ihren Alltag und den Ihres Kindes, indem Sie die ihm angemessene Schulform finden.

Mangelnde Motivation

Die No-Future-Generation ist mittlerweile in den 40ern angekommen, aber auch die heutige Jugend kennt die ‚Scheißegal-Haltung’ der alten Punks noch. Manchmal ist sie nur ein bequemer Weg, um sich mit den schlechten Noten abzufinden. Dann helfen vielleicht leistungsabhängige Prämien für gute Noten. Zwei Euro für eine 2 und zehn Euro für eine 1 haben oft genug aufrüttelnde Wirkung. Bevor Sie völlig abgebrannt sind, wirken die guten Noten selbst als Motivation. Verbreiten Sie Optimismus und stellen Sie sich als Verbündeter eindeutig auf die Seite Ihres Kindes.

Grundsätzlich bekommt kein Kind gerne schlechte Noten. Schlechte Noten sind Grund für Enttäuschung, Verzweiflung und Angst. Ganz besonders kleine Kinder fühlen sich durch Noten in Ihrer ganzen Person bewertet. Daher ist die größte Motivation fürs Lernen, die Aussicht auf dieses Gefühl: Endlich keine Angst mehr vor der Rückgabe von Klassenarbeiten und Tests zu haben und morgens ohne Panik in die Schule zu gehen - ohne Angst vor Versagen. Die größte Belohnung für anstrengendes Lernen ist eine gute Note. Und ein dickes Lob von Ihnen. Auch bei den coolen großen Kindern. Garantiert!

Auch die Freunde spielen eine große Rolle für die Entwicklung!

Schlechtes Umfeld in der Schule

Oft gehört, selten geglaubt: ‚Die Lehrer haben was gegen mich!’ Sie sollten diese Klage jedoch ernst nehmen! Lassen Sie ihr Kind doch mal ausführlich berichten, was da so läuft. Machen Sie sich Notizen, denn wenn ein oder mehrere Lehrer tatsächlich etwas gegen ihr Kind haben, dann müssen Sie eingreifen. Auch hier ist wichtig, dass Sie sich klar auf die Seite Ihres Kindes stellen. Filtern Sie aus den Schilderungen die Fakten heraus und sprechen Sie mit dem betreffenden Lehrkörper. Schildern Sie das Problem und fragen Sie den Lehrer, ob er einen Vorschlag hat, wie man es löst. Sollte das Gespräch für Sie unbefriedigend ausfallen, dürfen Sie die Schulleitung und die Elternvertreter einschalten. Falls es Beweise (Zeugen) für aktives und systematisches Mobbing gibt, sollte die Schulleitung großes Interesse an einer Beilegung des Konflikts haben. Andernfalls hilft vielleicht ein Fachanwalt für Schulrecht. Oder ein Schulwechsel.

Zu wenig Betreuung zuhause

In vielen Fällen liegt das Problem schlechter Noten darin, dass Kinder zu sehr sich selbst überlassen sind. Da sind Sie wieder gefordert. Absolutes Minimum ist ein tägliches Gespräch mit dem Kind. Das sollte sich nicht nur auf „Wie war’s denn in der Schule?“ „Geht so.“, beschränken. Fragen Sie Details aus dem Stundenplan nach, ob es Tests, Klassenarbeiten oder mündliche Abfragen gab und mit welchen Gefühlen und Ergebnissen das überstanden wurde.

Zum Minimum gehört auch, dass Sie dafür sorgen, dass ihr Kind täglich Obst und Schulbrot – von Ihnen eingepackt, wenn es das alleine nicht schafft – mit in die Schule nehmen kann. Mindestens eine Mahlzeit am Tage sollten Sie gemeinsam mit dem Kind einnehmen. Da gibt es dann auch Gelegenheit, über dies und das zu reden. Sie sollten wissen, was Ihr Kind denkt, wie es ihm geht und was es will.

Sucht

Wenn Sie jetzt an harte Drogen denken, liegen Sie wahrscheinlich ganz falsch. Sucht bei Kindern spielt sich heute in erster Linie vor dem Computer ab. Spielen wie World of Warcraft (WoW) oder Counterstrike wird von Psychologen ein enormes Suchtpotenzial gegeben. Wenn ihr Kind erstmal täglich vier und mehr Stunden vor dem Rechner sitzt, bleibt natürlich kaum noch Zeit für Hausaufgaben, oft reicht auch der Schlaf nicht aus, um ausgeruht und frisch im Unterricht zu sitzen.

Persönliche Krise

Erwachsenwerden ist oft hart. Manchmal liegen die Ursachen für schlechte Noten auch in einer Krise, die das Kind durchlebt. In der Vorpubertät und in der Pubertät spielen die Hormone regelmäßig verrückt und bringen ihr Kind unter Umständen schlecht drauf.

Versuchen Sie, ein Vertrauensverhältnis zum Kind herzustellen. Erzählen Sie von sich und auch, wenn es Ihnen mal nicht so gut geht, aber bleiben Sie behutsam. Dann gibt es auch eine Chance, dass sich das Kind Ihnen gegenüber öffnet. Wenn es dramatisch ist, können Sie sich auch an einen Arzt oder eine Erziehungsberatungsstelle wenden.

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© dpa, A3542 Karl-Josef Hildenbrand

3. Maßnahmenplan erarbeiten

Meist setzt sich das Notenproblem aus einer ganzen Reihe von Ursachen zusammen. Jetzt sind die Eltern gefordert, um die Lösungsstrategie zu entwickeln. Die setzt sich zusammen aus Lösungen zu den einzelnen erkannten Problemfeldern plus Nachhilfe, um den nicht verstandenen Stoff aufzuarbeiten. Das muss alles in eine Ordnung gebracht und am besten schriftlich festgehalten werden.

Das Kind bekommt einen Wochenplan, auf dem genau festgehalten ist, was wann zu tun ist. Auch hier gilt: Überfordern Sie das Kind nicht. Lassen Sie ihm auch ein paar Stunden freier Zeit. Die Eltern erstellen für sich eine Liste mit allen Punkten, die sie erledigen müssen und wo sie ihren Alltag etwas umstellen. Gibt es ein Problem mit den Hausaufgaben, müssen die täglich überprüft werden. Beide Schriftstücke werden dann gemeinsam mit dem Kind besprochen und verabschiedet.

Wenn Sie merken, dass die Wissenslücken so groß sind, dass Ihr Kind nicht mehr alleine damit zurechtkommt und Hilfe von außen notwendig erscheint, klicken Sie auf die Checkliste für die richtige Nachhilfe.

4. Veränderungen durchsetzen

Jetzt beginnt der neue Alltag: Er bringt für beide Seiten, Kind und Eltern, Veränderungen. Eckpunkte sind: mehr miteinander sprechen, mehr mitteilen, Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit auf beiden Seiten herstellen, aber auch für gesunde Ernährung sorgen.

Sie sollten einen Überblick bekommen, wie viel Zeit Ihr Kind vor dem Fernseher und mit Internet-Games verbringt. Erlauben Sie maximal eine Stunde pro Tag. Am besten wäre aber, wenn Ihr Kind sich (vorerst) ganz von den Spielen verabschiedet. WoW-Spieler haben meist ein Abo, das gekündigt werden muss. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es sich lohnt, die Spiele zu löschen. Bieten Sie Alternativen an, finanzieren Sie die Mitgliedschaft in einem Sportverein und/oder stocken Sie das Taschengeld etwas auf. Gut sind auch Zeitschriften-Abos und Büchergeschenke.

Appellieren Sie an die Vernunft Ihres Kindes und sprechen Sie Verbote nur dann aus, wenn es gar keinen anderen Weg mehr gibt, aber dann tun Sie es auch! Falls Sie etwas verbieten, müssen Sie natürlich genau kontrollieren, ob sich das Kind daran hält. Das macht für beide Seiten keinen Spaß und viel Arbeit, ist aber, wenn das Kind nicht mitzieht, absolut notwendig. Sie können gute Noten nicht erzwingen, aber Sie können dafür sorgen, dass der Computer notfalls aus dem Zimmer verschwindet.

Pflichten im Haushalt?

A propos Arbeit: Hat ihr Kind Pflichten im Haushalt? Falls nicht, sollten Sie besprechen, welche Aufgaben es übernehmen will. Minimum ist, für die Ordnung im eigenen Zimmer, auf dem eigenen Schreibtisch zu sorgen. Falls das für ihr Kind völlig neu sein sollte, müssen Sie die notwendigen Arbeiten ein paar Mal gemeinsam mit dem Kind erledigen. Es hilft jedem Menschen, wenn er erkennen kann, wofür er allein verantwortlich ist.

5. Der letzte Schritt ist für alle Seiten sehr angenehm: Sie müssen Erfolge belohnen!

Zu Anfang dürfen es auch ganz kleine Erfolge sein, über die Sie sich richtig freuen. Rücken Sie ein kleines Geschenk raus, wenn nach der Zeugnis-Fünf eine 4 unter der Klassenarbeit steht und machen Sie klar, dass Sie der Meinung sind, Ihr Kind kann da noch mehr bringen. Kommt dann die erste 2 oder gar eine 1, ist das ein Grund zum Feiern!

Sie dürfen auch sich selbst belohnen: Für die großartige Unterstützung, die Sie Ihrem Kind geben.

Wenn Sie sich an dieses Konzept halten, können Sie das Ruder herumdrehen und ihr Kind hat nach ein paar Monaten die schlimmsten Klippen umschifft. Das sorgt für weitere Motivation und in den meisten Fällen kommt der Erfolg in der Schule jetzt (fast) wie von selbst.

Umfeld für alle neu ordnen

Zeugnis: Mit dem 5-Punkte-Programm zum Schulerfolg
© picture-alliance/ dpa, Gero Breloer

Pflichten im Haushalt?

A propos Arbeit: Hat ihr Kind Pflichten im Haushalt? Falls nicht, sollten Sie besprechen, welche Aufgaben es übernehmen will. Minimum ist, für die Ordnung im eigenen Zimmer, auf dem eigenen Schreibtisch zu sorgen. Falls das für ihr Kind völlig neu sein sollte, müssen Sie die notwendigen Arbeiten ein paar Mal gemeinsam mit dem Kind erledigen. Es hilft jedem Menschen, wenn er erkennen kann, wofür er allein verantwortlich ist.

Der letzte Schritt ist für alle Seiten sehr angenehm: Sie müssen Erfolge belohnen!

Zu Anfang dürfen es auch ganz kleine Erfolge sein, über die Sie sich richtig freuen. Rücken Sie ein kleines Geschenk raus, wenn nach der Zeugnis-Fünf eine 4 unter der Klassenarbeit steht und machen Sie klar, dass Sie der Meinung sind, Ihr Kind kann da noch mehr bringen. Kommt dann die erste 2 oder gar eine 1, ist das ein Grund zum Feiern!

Sie dürfen auch sich selbst belohnen: Für die großartige Unterstützung, die Sie Ihrem Kind geben.

Wenn Sie sich an dieses Konzept halten, können Sie das Ruder herumdrehen und ihr Kind hat nach ein paar Monaten die schlimmsten Klippen umschifft. Das sorgt für weitere Motivation und in den meisten Fällen kommt der Erfolg in der Schule jetzt (fast) wie von selbst.

Belohnen

Zeugnis: Mit dem 5-Punkte-Programm zum Schulerfolg

Der letzte Schritt ist für alle Seiten sehr angenehm: Sie müssen Erfolge belohnen!

Zu Anfang dürfen es auch ganz kleine Erfolge sein, über die Sie sich richtig freuen. Rücken Sie ein kleines Geschenk raus, wenn nach der Zeugnis-Fünf eine 4 unter der Klassenarbeit steht und machen Sie klar, dass Sie der Meinung sind, Ihr Kind kann da noch mehr bringen. Kommt dann die erste 2 oder gar eine 1, ist das ein Grund zum Feiern!

Sie dürfen auch sich selbst belohnen: Für die großartige Unterstützung, die Sie Ihrem Kind geben.

Wenn Sie sich an dieses Konzept halten, können Sie das Ruder herumdrehen und ihr Kind hat nach ein paar Monaten die schlimmsten Klippen umschifft. Das sorgt für weitere Motivation und in den meisten Fällen kommt der Erfolg in der Schule jetzt (fast) wie von selbst.

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