Zeremonie im Krankenhaus: Eltern heiraten am Bett ihres Frühchens

Zwillingsbruder des Babys verstorben

Die Hochzeit von Kristi Warriner ist weit von der romantischen Traumhochzeit entfernt, die sich die meisten Frauen vorstellen. Doch für die Braut aus dem US-Bundesstaat Texas war dieser Tag trotzdem der schönste ihres Lebens. Kristi hat ihren Verlobten Justin Nelson auf der Intensivstation geheiratet, direkt neben dem Bettchen ihres zu früh geborenen Sohnes. Und für beide war die Trauung wunderschön, trotz aller Tragik, wie die 'Daily Mail' berichtet.

Zeremonie im Krankenhaus: Eltern heiraten am Krankenbett ihres Frühchens
Kristi Warriner und Justin Nelson heirateten am Krankenbett ihres Sohnes J.J. © MCT via Getty Images, Fort Worth Star-Telegram

Kristi bekam 15 Wochen vor ihrem errechneten Geburtstermin Wehen und brachte ein Zwillingspaar, zwei Jungen, auf die Welt. Eines der beiden Babys überlebte nicht. Das andere Kind wog weniger als 500 Gramm. Wochenlang kämpften Ärzte und Krankenschwestern um das Leben des kleinen J.J., und keiner wusste, ob der Junge es schaffen wird. Doch heute ist J.J. auf einem guten Weg. Er hat mittlerweile ordentlich an Gewicht zugelegt. Ihm geht es jeden Tag ein wenig besser.

Das Personal des Krankenhauses, in dem J.J. seit Beginn seines kurzen Lebens liegt, wusste, dass Kristi und Justin sich wünschten zu heiraten. Die Hochzeit hatten sie wegen ihres Frühchens vertagt. Deshalb arrangierte das Klinik-Personal eine Zeremonie im Krankenhaus: Brautkleid, Anzug und Blumen wurden gespendet. Sogar für den winzigen J.J. wurde ein kleiner Anzug maßgeschneidert. Er durfte sogar der offizielle Ringträger sein.

An Weihnachten darf J.J. endlich nach Hause

"Es ist nicht die Hochzeit, von der du als kleines Mädchen träumst – es ist noch besser", erzählt Braut und Mama Kristi hinterher. "Die Hochzeit hätte perfekter nicht sein können." Um ihren verstorbenen zweiten Sohn Colt zu repräsentieren, setzten sie einen kleinen Teddybär neben J.J. ins Krankenbett. Dem Brautpaar war wichtig, dass auch er in ihren Gedanken bei der Zeremonie dabei ist.

"Wir danken Gott jeden Tag dafür, dass J.J. immer kräftiger wird", sagt Kristi. "Unsere größte Mission ist es, andere in unserer Situation wissen zu lassen, dass sie nicht alleine sind. Ich hoffe, dass wir das Leben anderer berührt haben und sie haben wissen lassen, dass es auch nach einer Tragödie noch Hoffnung gibt." Frühchen J.J. wird voraussichtlich zur Weihnachtszeit mit seiner Familie nach Hause dürfen. Wir wünschen der Familie alles Gute.

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