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Zehn wichtige Babyfragen & Antworten

Zehn wichtige Babyfragen & Antworten

Muss die Windel täglich voll sein? Komm ich ums Impfen rum? Spielen wir genug mit unserem Kind? Sollen wir es nach dem Baden eincremen? Solche und weitere Themen treiben junge Eltern um.

Babyfrage 1

In allen Ratgebern liest man, dass man ausgiebig mit seinem Baby spielen soll, ihm vorsingen etc. Mein Alltag ist so vollgepackt, dafür habe ich überhaupt keine Zeit. Ist es schlimm für die Entwicklung, wenn ein Baby einfach so mitläuft?

Natürlich brauchen Babys Anregungen, um sich gesund zu entwickeln. Die gibt es aber nicht nur beim Spielen mit den Eltern. In den meisten Kulturen der Erde ist es sogar unüblich, dass Eltern mit Kindern spielen – und es schadet ihnen nicht. Studien fanden heraus, dass Babys, die im Alltag drei Stunden am Körper getragen werden, denselben Nutzen davon haben, wie es bei einer intensiven Beschäftigung mit Singen, Vorlesen oder Spielen gewesen wäre. „Mitlaufen“ ist also eine sinnliche und sinnvolle Erfahrung für Babys.

Babyfrage 2

Muss ich mein Baby jeden Tag baden?

Nein, denn Babys sind nicht schmutzig. Eine „Katzenwäsche“ mit einem Waschlappen ohne Seife reicht völlig aus. Wer auf ein Bad nicht verzichten will, darf aber, manche Babys lieben das warme Wasser. Es sollten jedoch keine Badezusätze wie Seife oder Schaumbäder benutzt werden. Warmes Wasser ist ausreichend für die Babypflege. Hat Ihr Baby trockene Haut, kann drei Tropfen Weizenkeimöl ins Wasser geben oder ein spezielles Badeöl benutzen. Nach dem Waschen kann - muss aber nicht – eine unparfümierte Babycreme benutzt werden.

Babyfrage 3

Wie pflegt man einen wunden Po?

Ein wunder Po, von Medizinern auch Windeldermatitis genannt, lässt das Elternherz bluten. Häufiges Wickeln und gründliches Reinigen mit Wasser verhindern das Drama im Vorfeld. Am leichtesten geht das unter fließendem Wasser mit der Brause oder im Waschbecken. Ist es aber mal zum entzündeten Po gekommen, ist Luft die beste Medizin. Lassen Sie so oft wie möglich die Windel weg und pflegen sie die Haut mit Ringelblumencreme. Nässt die Haut und es bilden sich kleine Knötchen, kann eine Pilzinfektion vorliegen und der Weg zum Arzt ist notwendig.

Babyfrage 4

Was kann ich tun, wenn mein Baby Blähungen hat?

Meist schreit das Baby abends. Es kann bei Stillkindern an der Ernährung der Mutter liegen oder auch an Stressbewältigung durch viele Eindrücke am Tag. Das alles schlägt auf das empfindliche Verdauungssystem von Babys. Viel Nähe, Tragen und zärtliches Streicheln hilft oft schon viel. Manche Babys reagieren auf Kuhmilch. Verzichten Sie selbst zwei Wochen auf Milchprodukte und schauen Sie, ob es Ihrem Kind besser geht.

Babyfrage 5

Was mache ich, wenn mein Baby lieber die Flasche als die Brust nimmt?

Stillen ist die beste Ernährung für Babys in den ersten Monaten. Wenn man durch Termine gezwungen ist, Milch abzupumpen und die Flasche zu geben, erkennen die Babys sehr schnell, um wie viel leichter die Milch sprudelt. Daher ist es wichtig ganz klar zu trennen: Wenn Sie zuhause sind, stillen Sie. Die Flasche bekommt das Baby, wenn Sie nicht da sind. Am besten bleibt die Flasche eine Ausnahme. So machen Sie es Ihrem Kind leichter.

Kann mein Baby nicht auch ohne Impfung auskommen?

Zehn wichtige Babyfragen & Antworten
© picture-alliance/ dpa, Patrick Pleul

Babyfrage 6

Die erste Impfung - ist das wirklich notwendig? Was ist das Beste für mein Baby?

Wer mag schon sein Baby mit Viren vollpumpen. Die Gefahr, dass Kinder an den Krankheiten gegen die sie geimpft werden sollen schwer erkranken, ist weit weg. Trotzdem - nach dem neuesten Stand der Forschung ist es sinnvoll, sein Baby im ersten Jahr nach Impfplan immunisieren zu lassen. Die Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten stehen in keinem Vergleich zu den Risiken der Krankheiten. Die Menge der Antigene ist in den heutigen Impfstoffen so gering, dass das Immunsystem eines Babys gut damit fertig wird. Kinderärzte spritzen aber nicht die Keime selbst, sondern lediglich Teile davon, zum Beispiel nicht aktive Bruchteile von Viren und Bakterien. Oder - wie bei der Masernimpfung - harmlose, abgeschwächte Keimvarianten, deren Kraft gerade dazu reicht, das Immunsystem zu stimulieren.

Babyfrage 7

Mein Baby hat sein einer Woche schon keinen Stuhlgang. Müssen wir zum Arzt?

Wenn Ihr Kind gestillt wird, ist es vollkommen normal, wenn bis zu zehn Tagen die Windel leer bleibt. Auch zehnmal am Tag wäre völlig unbedenklich. Bei Flaschenbabys ist das schon etwas anders. Hier sollte einmal am Tag ein großes Geschäft in der Windel sein. Ist das nicht so, leidet Ihr Baby unter Verstopfung und sollte zum Arzt.

Babyfrage 8

Unsere Wohnung ist recht klein und wir haben keinen Platz für ein extra Babyzimmer. Ist das schlimm?

Solange Ihr Kind noch so klein ist, wird es die Nähe zu Ihnen lieben. Es braucht noch gar kein eigenes Zimmer. Wenn es in Ihrem Schlafzimmer einen Platz zum Schlafen hat, wird es sich sicher fühlen. Wenn es neben dem Wohnzimmertisch af dem Boden herumkrabbelt, genießt es Ihre Nähe und beim Kochen in der Küche können Sie ein altmodisches Laufställchen aufstellen. So ist das Baby mittendrin und sicher vor heißen Töpfen. Ein eigenes Reich braucht ein Kind erst, wenn es die Tür selbst hinter sich schließen kann.

Babyfrage 9

Mein Baby hat nach dem Schlafen immer eiskalte Hände. Ist es nicht warm genug eingepackt?

Babys haben oft kalte Hände. Das liegt daran, dass die Durchblutung noch nicht einwandfrei funktioniert. Wenn Sie unsicher sind: Sind die Füße und der Nacken warm aber nicht verschwitzt hat das Baby genau die richtige Temperatur und friert auch nicht.

Babyfrage 10

Mein Baby „fremdelt“ schon von Anfang an. Muss ich was dagegen tun?

Auch wenn Babys „normalerweise“ erst mit sieben Monaten anfangen, nur bei Mama oder Papa auf den Arm zu wollen, ist es auch bei den „Kleinen“ völlig in Ordnung. Für Oma und Opa ist das natürlich hart. Für sie - und für die Eltern - ist es aber wichtig zu wissen, dass es gerade bei schüchternen Babys nichts bringt, Nähe zu erzwingen. Abwarten und Geduld haben ist hier die Devise. Nehmen Sie gemeinsam mit Ihrem Baby Kontakt zu „Fremden“ auf und achten Sie auf die Signale Ihres Babys. So bekommt Ihr zurückhaltendes Baby genug Sicherheit, um später auf andere zuzugehen.

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