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Zahnzusatzversicherungen: Das sollten Sie beim Abschluss beachten

Zahnzusatz-Versicherungen: Lassen Sie sich beraten
Zahnzusatz-Versicherungen: Lassen Sie sich beraten Vorsicht vor tückischen Verträgen 00:00:30
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Damit Zahnersatz nicht in den finanziellen Ruin führt

Au Backe! Zahnbehandlungen können ohne Zahnzusatzversicherung richtig ins Geld gehen. Doch Vorsicht: Einige Verträge können tückisch sein. Für einen Laien ist oft kaum nachvollziehbar, welche Leistungen wann genau übernommen werden. Deshalb empfiehlt die außergerichtliche Schlichtungsstelle für die private Kranken- und Pflegeversicherung, sich ausführlich beraten zu lassen. Vergleichsportale im Internet helfen nicht unbedingt bei der Suche nach der geeigneten Versicherung. Sie finanzieren sich oft über Provisionen, ähnlich wie Versicherungsmakler und geben nicht immer den günstigsten Tarif an.

Das sollten Sie bei einem Vertragsabschluss beachten

Wichtig ist, beim Vertragsabschluss ehrlich zu sein, was den Zustand des Gebisses betrifft. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Zahnarzt beim Ausfüllen des Versicherungsantrags zu Rate ziehen. Falsche Angaben können dazu führen, dass Sie den Versicherungsschutz verlieren. 

Die Stiftung Warentest empfiehlt auch: Wer schon einen Vertrag hat, sollte sich informieren, ob sein Versicherer nicht auch einen besseren hat, auf den er umsteigen kann. Das ist günstiger, als ein Neuvertrag bei einem anderen Versicherer, da der Versicherte seine erworbenen Rechte mitnehmen kann. Bei Neuverträgen sind die Leistungen in den ersten ein bis drei Jahren gedeckelt.

Ab Mitte 40 wird die Zahnzusatzversicherung nötig

Laut Stiftung Warentest braucht fast jeder spätestens ab einem Alter von Mitte 40 Jahren einen Zahnersatz, zum Beispiel eine Krone oder eine Brücke. Die Krankenkasse übernimmt in dem Fall nur einen geringen Teil der entstehenden Kosten. Tipp: Durch einen Bonus für einen regel­mäßigen Zahn­arzt­besuch lässt sich der Fest­zuschuss schon mal auf maximal 65 Prozent steigern.

Zahnzusatzversicherungen bieten mittlerweile einen immer besseren Service, um die restlichen Kosten zu decken. Das bestätigt das jüngste Testergebnis der Stiftung von 2016 mit 209 Versicherungen - 66 davon wurden als 'sehr gut' bewertet, 59 als 'gut'. Keine der Versicherungen war 'mangelhaft'. Mit den leistungs­stärksten Tarifen der Versicherungen decken gesetzlich Versicherte auch bei teurem Zahn­ersatz zusammen mit dem Anteil ihrer Krankenkasse 80 bis 95 Prozent der Rechnung ab. 

Zwei Arten der Zahnzusatzversicherung

Der größte Anteil der Zahnzusatzversicherungen funktioniert nach Art der Schadenversicherung: Die Beiträge erhöhen sich dabei mit dem Lebensalter. Oft wird dieses Detail jedoch verschwiegen. Es lohnt sich daher, sich genau zu informieren.

Ein kleinerer Teil der Verträge orientiert sich am Prinzip der Lebensversicherung. Der Tarif richtet sich nach dem Eintrittsalter, erhöht sich aber nicht mit steigendem Lebensalter. Im Vergleich zur oben genannten Art der Versicherung muss bei diesen Zahnzusatzversicherungen in der Regel von Anfang an ein höherer Beitrag gezahlt werden.

Geringverdiener mit einem Netto bis 1.000 Euro sollten keine Zahnzusatzversicherung abschließen, rät Finanztest. Stattdessen sollte man als Härtefall direkt Kontakt mit der gesetzlichen Krankenkasse aufnehmen. Meist lasse sich eine Kulanzregelung erreichen.

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