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Zahnpasta für sensible Zähne im Test

Top-Zahnpflege für kleines Geld

Autsch! Schon ein Schluck kaltes Wasser kann ein übles Ziehen an den Zähnen verursachen. Ursache für schmerzempfindliche Zähne sind in der Regel freiliegende Zahnhälse. Linderung versprechen "sensitive" Zahncremes. Die 'Stiftung Warentest' hat 19 Produkte auf ihre Wirkung getestet. Aber nicht einmal jede zweite Zahnpasta war 'gut'. Dafür schnitten die günstigsten Zahnpasten im Test mit am besten ab.

Zahnpasta für sensible Zähne im Test
Freiliegende Zahnhälse sind die Hauptursache für schmerzempfindliche Zähne.

Immerhin jeder vierte Deutsche leidet an überempfindlichen Zähnen. Besonders häufig tritt das Problem ab einem Alter von 40 Jahren auf. Aber auch bei jüngeren Menschen kann sich das Zahnfleisch zurückziehen, wenn zum Beispiel zu heftig geschrubbt wird. Geht das Zahnfleisch zurück, liegt der Zahnhals oft frei - und damit auch das Zahnbein, Dentin genannt. Viele kleine Kanälchen im Dentin sind direkt mit dem Zahnnerv verbunden und reagieren auf Heißes, Kaltes, Süßes oder Saures. Das verursacht den ziehenden Zahnschmerz.

Gerade die speziellen Wirkstoffe in Sensitiv-Zahnpasten sollen verhindern, dass die Dentinkanälchen die unterschiedlichen Reize weiter an den Zahnnerv geben. Wie das genau geschieht, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Aber laut der 'Stiftung Warentest' konnten bereits Studien belegen, dass die Wirkstoffe bei Zahnempfindlichkeit helfen.

Teuer muss nicht gut sein: Ohne Fluorid keine Zahnpflege möglich

Wer seine Zähne sanft pflegen möchte, sollte nicht nur auf die Wirkstoffe achten, sondern auch eine Zahnpaste mit niedrigem Abrieb wählen. Dadurch wird der Zahnschmelz nicht so stark angegriffen. Bereits 9 der 19 getesteten Sensitiv-Zahnpasten haben einen mittleren Abrieb. Weil das für empfindliche Zähne nicht optimal ist, gab es ein 'mangelhaft' für die Werbeaussage.

Mit der Gesamtnote 'mangelhaft' schneiden vor allem die Produkte ab, die auf Fluorid verzichten. Fluorid schützt vor Karies und schützt den Zahnschmelz, laut den Test-Experten ist der Wirkstoff für Zahnpasten unverzichtbar. Entsprechend fielen die Zahncremes von 'Biorepair milde Zahncreme', 'Dr. Hauschka Med sensitive Zahncreme Sole', 'Elina dent Sensitive' und 'Lavera Basis Sensitiv' mit der Note 'mangelhaft' durch. Die ersten beiden gehören außerdem zu den teuersten im Test.

Top-Zahnpflege für kleines Geld bieten 'Friscodent Sensitive' von Aldi Süd und 'K-Classic Dental sensitiv' von Kaufland. Kostenpunkt für 100 Milliliter: 44 Cent. Ebenfalls gut, aber mit 2,87 Euro pro 100 Milliliter deutlich teurer: 'Sensodyne Fluorid'. Allen drei Zahnpasten bescheinigen die Tester die beste Kombination für empfindliche Zähne, sie entfernen Verfärbungen bei niedrigem Abrieb immerhin 'befriedigend'.

Eine spezielle Zahnpasta für schmerzempfindliche Zähne kann aber keine Wunder bewirken. Zieht und zwackt es an den Zähnen, sollte immer ein Zahnarzt die Ursache abklären.

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