Zähne putzen mit Natron: Gute oder schlechte Idee?

Wie sinnvoll ist das Zähneputzen mit Natron?
Weiße Zähne danke Natron? © Benicce - Fotolia

Gibt es wirklich keine Nebenwirkungen?

Um strahlendweiße Zähne und ein bezauberndes Lächeln zu bekommen, ist Zähne putzen allein kein Garant. Deshalb schwören Hollywood-Stars wie Julia Roberts auf ein Mittelchen aus der Küche: Natron. Ganz zum Unmut von Experten. Wie sinnvoll ist diese Behandlung wirklich?

Es ist ein Million-Dollar-Lächeln, das uns im Film „Pretty Woman“ und von unzähligen Werbeplakaten entgegenstrahlt: Schauspielerin Julia Roberts ist der Inbegriff für ein perfektes, strahlendes Lächeln. Dass sie dafür, wie alle anderen Menschen auch, regelmäßig ihre Zähne putzen muss, ist klar. Doch die Pretty Woman verwendet neben normaler Zahnpasta noch Natron und schwört auf den Effekt. Zu Recht?

Zähne putzen: Weiß, weißer, Natron?

Gegenüber der amerikanischen InStyle verrät Julia Roberts: „Ich putze meine Zähne mit Natron. Das habe ich von meinem Großvater gelernt.“ Wer seine Zähne aufhellen und dafür nicht viel Geld ausgeben will, wird bei dieser Aussage sicherlich schnell hellhörig. Auch andere Hausmittel wie Zitronensaft oder Erdbeeren sollen aufhellend wirken, wenn wir mit ihnen unsere Zähne putzen.

Experten warnen jedoch vor der Verwendung dieser Hausmittel. Zwar macht Natron die Zähne anfangs in der Tat weißer. Allerdings liegt das daran, dass das enthaltene Natriumhydrogencarbonat den schützenden Zahnschmelz abschleift. Verschwindet dieser komplett, tritt das darunterliegende gelbliche Zahnbein, auch Dentin genannt, hervor. Damit ist nicht nur der weiße Effekt, sondern auch der Zahnschutz dahin. Daher diese Hausmittel immer nur hin und wieder anwenden und dann auch sehr vorsichtig.

Zähne putzen vs. Zähne bleichen

Fakt ist: Wenn wir ganz gewöhnlich unsere Zähne putzen und ansonsten keine weiteren Zahnpflegeprodukte verwenden oder Zahnbehandlungen durchführen lassen, werden sich unsere Zähne durch den alltäglichen Gebrauch mit der Zeit unweigerlich verfärben. Verwenden Sie unterstützend Zahnseide, lassen Sie sich regelmäßig vom Zahnarzt den Zahnstein entfernen und benutzen Sie beim Zähneputzen am besten eine sanfte Schallzahnbürste.

Wem dadurch die Zähne noch immer nicht hell genug werden, kann ein professionelles Bleaching mit Wasserstoffperoxyd von seinem Zahnarzt durchführen lassen. Diese Methode ist schonend für die Zähne und das Zahnfleisch – sofern keine Parodontose vorliegt! Die Kosten für Bleaching-Behandlungen variieren je nach Methode stark und reichen in der Regel von etwa 200 bis 1.000 Euro. 

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