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Yoga für den Rücken: So hilft Yoga bei Rückenschmerzen

Yoga-Rücken-Workout: Vorbeugen für Anfänger!
Yoga-Rücken-Workout: Vorbeugen für Anfänger! Rückenschmerzen ganz simpel vermeiden 00:19:27
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Yoga-Training stärkt den Rücken

Entspannungs- und Anti-Stress-Übungen entwickeln sich immer mehr zu einem Volkssport der Deutschen: Rund 10 Millionen Menschen betreiben mehr oder weniger ernsthaft eine Art des Yoga.

Gegen Rückenschmerzen helfen Yoga-Übungen.
Yoga entspannt und lindert Rückenschmerzen auf sanfte Art. © picture-alliance/ dpa, Gero Breloer

Ein Forscherteam aus Seattle hatte verschiedene Programme untersucht, die den Rücken stärken sollen. 101 Erwachsene mit Rückenproblemen nahmen an den Versuchen teil. Das wichtigste Ergebnis: Die Personen, die jede Woche eine Yogastunde je 75 Minuten besuchten, machten größere Fortschritte als die Teilnehmer von Kräftigungs- und Stretching-Klassen. Das Yoga-Training bewirkte auch mehr als die Tipps eines Rückenschmerz-Ratgebers.

Gesundheitsexperten warnen allerdings davor, Yoga als alleinige Zauberformel gegen chronische Rückenschmerzen zu sehen. Die Übungen könnten aber dazu beitragen, sich mit dem Körper intensiver auseinander zu setzen. Eine kompentente Anleitung und Betreuung während der Übung sei aber genauso wichtig wie ein ärztliche Untersuchung.

Das Feedback bei den zahlreichen Aktiven ist jedenfalls positiv. Bei richtiger Anwendung seien eine Reihe hilfreicher Effekte sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit spürbar.

Ursprünglich steckt hinter dem Trend eine alte indische Lehre, die sowohl aus geistigen als auch körperlichen Übungen besteht. Fünf Formen des sogenannten "Anschirrens" basieren beispielsweise darauf: Hatha, Iyengar, Kundalini, Tibetisches und Marma Yoga.

Regelmäßige Yoga-Übungen können Schmerzen in der Lendenwirbelsäule laut einer Studie effektiver bekämpfen als klassisches Rückentraining.

Yogaübungen verfolgen heute zumeist einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele zusammen bringen soll. Bei uns in Europa wird Yoga häufig in Unterrichtseinheiten vermittelt. Dabei werden Phasen der Tiefenentspannung, Atemübungen sowie Meditationsübungen kombiniert und das Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele und Atem verbessert werden. Angestrebt wird eine verbesserte Vitalität und gleichzeitig eine Haltung der inneren Gelassenheit.

In Deutschland können Kosten für Yogakurse von den Krankenkassen vor allem im Rahmen des Präventionsprinzips der Vermeidung spezifischer Risiken und stressabhängiger Krankheiten erstattet werden (siehe Handlungsleitfaden der Krankenkassen). Der gesundheitsfördernde Aspekt wird in den verschiedenen Yogarichtungen unterschiedlich gewichtet. Die Absprache mit dem eigenen Arzt und der Krankenkasse kann Missverständnisse bei den Finanzierungsplänen verhindern.

Yoga-Übungen basieren auf fünf verschiedenen Formen

In der westlichen Welt gehört Hatha Yoga zu den bekanntesten Formen. Die körperbetonten Übungen stärken laut "Deutschem Wellness Verband" zusammen mit Atemtraining und Meditation unter anderem die Muskulatur, regen den Kreislauf und verbessern Atmung und Konzentrationsfähigkeit. Kopfstand zählt genauso wie das flache Hinlegen zum Trainingsrepertoire. Iyengar Yoga baut darauf auf, die Übungen sind noch anspruchsvoller, so dass auf Hilfsmittel zurückgegriffen wird, um bestimmte Postionen zu erfüllen.

Kundalini-Yoga setzt dagegen mehr auf die Stärkung der körpereigenen Kräfte, in dem die Energien in den menschlichen Lebensbahnen erweckt und gelenkt werden. Dafür wird auf mehr Bewegung und Meditation geachtet, doch auch Massagen und Kampfkunst gehören oftmals zum Programm.

Tibetisches Yoga ist eine religiöse Übungsform. Dabei wird vor allem dem Gebet und dem Wunsch nach magischen Kräfte zur besseren geistigen Selbstverwirklichung Ausdruck verliehen. Der Schutz und die Unterstützung sensibler Nervenbereiche steht beim Marma Yoga im Vordergrund. Beschwerden sollen gelindert, der Gesunderhalt gefördert werden.

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