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Wundheilung: So versorgen Sie kleine Wunden richtig

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Die richtige Versorgung ist wichtig für die Wundheilung
Schnelle Hilfe für kleine Wunden © Getty Images/iStockphoto, temmuz can arsiray

So beschleunigen Sie die Wundheilung

Wie schnell holen wir uns kleine Schnittwunden und Abschürfungen – manchmal sogar, ohne es zunächst zu bemerken. Damit die Wundheilung gut und schnell vonstattengeht, sollten Sie aber auch diese kleinen Wunden richtig versorgen. Wir verraten, wie es geht und welches Wissen um die Wundheilung völliger Humbug ist.

„Du musst Luft an deine Wunde lassen, dann heilt sie besser!“ Diesen Satz haben wir vermutlich schon alle mal von unseren Müttern gehört, nachdem wir uns als Kinder das Knie aufgeschlagen oder den Finger an einem Blatt Papier geschnitten haben. Ist das für die Wundheilung aber tatsächlich besser? Und wie versorgt man kleine Wunden überhaupt richtig?

Erste Hilfe für kleine Wunden

Bei kleineren Wunden handelt es sich in der Regel um oberflächige Schürfwunden, kleine Schnittverletzungen oder auch einen leichten Sonnenbrand. Schnittverletzungen reichen normalerweise etwas tiefer als Schürfwunden und bluten deshalb etwas stärker, da häufig Blutgefäße verletzt sind.

Sie können oft im Rahmen der Selbstbehandlung versorgt und so die Wundheilung eingeleitet werden. Wichtig: Wenn Sie die Wunden einer anderen Person versorgen, sollten Sie zur Sicherheit immer Einmalhandschuhe verwenden und die Wunde auch nicht direkt berühren. Grund: Wenn Keime und Fremdkörper in die Wunde gelangen, kann Sie sich infizieren und die Wundheilung verlangsamen. Aber Handschuhe dienen auch Ihrem eigenen Schutz, vor allem bei Fremden Personen, bei denen Sie nicht wissen, ob sie durch das Blut übertragbare Krankheiten haben.

So leiten Sie die Wundheilung ein

Bei einem leichten Sonnenbrand können Sie zur besseren Wundheilung ein Gel mit Aloe vera auftragen – das kühlt und heilt die irritierte Haut. Alternativ zum Gel können Sie auch kleine Stücke der Pflanze abschneiden und den austretenden Saft auf den Sonnenbrand reiben.

Bei offenen Wunden, wie Schürf- und Schnittwunden sollten Sie die verletzte Hautstelle zunächst sanft mit lauwarmem Wasser reinigen und dann mit einem Desinfektionsspray oder einer entsprechenden Salbe desinfizieren. Anschließend legen Sie noch eine Wundauflage auf oder kleben ein Pflaster über die Wunde.

Ein feuchtes Wundklima zur besseren Wundheilung

Um die Wundheilung weiter zu unterschützen, gibt es verschiedene Salben, die die Neubildung der Hautzellen fördern. Diese wandern aus den tiefen Hautschichten nach oben und ersetzen die beschädigten Hautzellen. Damit die Zellen gut von unten nach oben wandern können, ist ein feuchtes Wundklima wichtig, denn sonst wird die Bildung der neuen Hautschicht erschwert. Dieses Klima wird durch ein regelmäßiges Auftragen der Heilsalbe gegeben und fördert so die Wundheilung.

Deshalb ist der Satz „Wunden heilen am besten an der Luft“ ein reiner Mythos, der sich hartnäckig hält aber nichts zur Wundheilung beiträgt!

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