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Working Moms: Zwischen Schreibtisch und Spielplatz

Working Moms: Zwischen Schreibtisch und Spielplatz hin und her
Berufstätige Mütter sind heute Alltag - wie sie den Stress meistern, bleibt aber jedem selbst überlassen. © picture alliance / Bildagentur-o

Eine Woche nur für die Working Moms

Working Moms – eine Woche geht es bei uns um die Mütter, die ihre Zeit aufteilen für ihre Kinder, ihre Familien, ihre Arbeit. Und ganz am Ende kommen dann sie selbst – die Frauen, die grenzenlose Energie haben müssen, um allem gerecht zu werden.

Amelie von Kruedener

Man sieht sie jeden Tag in der Bahn, auf dem Weg zum Kindergarten, vor dem Schultor, im Projekt ‚Gesundes Frühstück‘ in der Schule, in der Nachmittags-AG zur Aufsicht, als Unterstützung beim Kinderturnen. Ohne die Hilfe der Moms dieser Welt würde vieles nicht funktionieren. Und dann sieht man sie in der Kantine, als Projektleiterin im Büro, als Floristin im Blumenladen und vor dem Rechner am Schreibtisch.

Wenn wir morgens zur Arbeit fahren, empfinden wir großen Respekt vor diesen Müttern, die ihre Schulkinder an der Straße begleiten, die selbstverliebten und schwatzenden Kleinen an ihrer Seite, sicher in dem Gefühl, dass sie das Wichtigste auf der Welt im Kosmos ihrer Mamas sind. Die Butterbrote sind geschmiert und für das Schulprojekt die Stoffreste in der Nachbarschaft zusammengesammelt. Das Aufgabengebiet einer Mama ist vielseitig: Gesunde Ernährung, sinnvolle Erziehung, Überwachung der sozialen Entwicklung, liebevolles Zuhören und grenzenloses Zeithaben.

Parallel zu tanzen ist kein Zuckerschlecken

Mütter haben einen Sack voll Verpflichtungen, erfüllen diese auch gerne und wechseln zwischen den verschiedenen Rollen als Mama, Partnerin, und nicht zuletzt Haushälterin hin und her. Und dann kommt da noch der andere Teil ihres Lebens: der Job, die Karriere, die so oft eine ganze Zeit lang brachliegt – der Kinder zuliebe. Die einen müssen, die anderen wollen wieder in die Arbeitswelt einsteigen. Viele haben nur ein paar Wochen oder Monate pausiert und wollen in dem Beruf, für den sie mehrere Jahre studiert oder eine Ausbildung absolviert haben, weiterkommen, drin bleiben und nicht ins Aus geraten.

Das Familienministerium hat dazu das aktuelle Dossier „Müttererwerbstätigkeit“ herausgegeben: Immer mehr Mütter arbeiten inzwischen immer mehr Wochenstunden, und immer mehr Mütter kehren immer früher in den Beruf zurück. Mütter mit Kindern ab zwölf Jahren arbeiten heute genauso häufig wie Frauen ohne Kinder. Und besonders die Erwerbstätigkeit der Mütter mit ein- und zweijährigen Kindern ist gestiegen. Im Schnitt sind die Mütter 19 Monate zuhause bei ihren Familien, bevor sie sich wieder zusätzlich dem Broterwerb widmen.

So viele unterschiedliche Frauen und so viele unterschiedliche Familienkonstrukte gibt es. Viele von uns haben in verschiedenen Modellen schon selbst erfahren, wie gut oder schlecht sich Familie und Beruf miteinander vereinbaren lassen. Mit Tagesmutter, Oma, Kindergarten und Schule, in Teil- und Vollzeit, als Hausfrau, im Ehrenamt, in Ausbildung und als Freiberufliche. Und wir können sagen – es ist eine große Herausforderung und auf allen Hochzeiten parallel zu tanzen ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Deshalb wissen wir auch, was diese Mütter da draußen leisten. Unser Fazit: Chapeau! Wir freuen uns auf eine Woche, gewidmet Euch Mamas, die die „Working-Mom-Woche“ 52 Mal im Jahr erleben.

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