Presenter


Work-Life-Balance: Jeder Fünfte ist nach Arbeitstag zu erschöpft für Freizeitaktivitäten

14.08.15 15:26
Work-Life-Balance: Jeder Fünfte ist nach Arbeitstag zu erschöpft für Freizeitaktivitäten
Mehr zu diesem Thema
Überstunden nicht einfach hinnehmen
Überstunden nicht einfach hinnehmen Wie viel Mehrarbeit ist eigentlich erlaubt?
Diese Jobs machen depressiv
Diese Jobs machen depressiv Top 10 der schlimmsten Jobs
Zeitlimit fürs Klo
Zeitlimit fürs Klo US-Unternehmen verbietet längere Pausen auf der Toilette

Work-Life-Balance ist bei 20 Prozent der Deutschen gestört

Eine neue Studie zeigt: Jeder fünfte Arbeitnehmer ist nach seinem Arbeitstag zu erschöpft für Freizeitaktivitäten – von Work-Life-Balance kann man hier nicht sprechen. An Treffen mit Freunden, Sport, Engagement im Verein und andere private Verpflichtungen ist für 22 Prozent nach Feierabend nicht mehr zu denken. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungen.

Die Umfrage soll dabei helfen, arbeitsbedingten Gefahren vorzubeugen. Sie wurde im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) durchgeführt - befragt wurden 1960 Berufstätige. Die Umfrage fördert besorgniserregende Zahlen zutage: 18 Prozent der Befragten lassen hin und wieder private Termine wegen des Jobs ausfallen.

Das liegt in vielen Fällen an Überstunden: 38,5 Prozent der Befragten sagen, dass bei ihrer Tätigkeit Mehrarbeit erwartet wird. 21,7 Prozent der Arbeitnehmer müssen sogar in der Freizeit erreichbar sein. Das führt wiederum dazu, dass sich die Menschen aus dieser Gruppe stets einsatzbereit fühlen: 18 Prozent von ihnen lassen schon mal Freizeitaktivitäten ausfallen, weil eventuell ein Anruf vom Chef kommen könnte.

Die IGA empfiehlt klare Absprachen und ausreichende Zeitpuffer, was die Erreichbarkeit nach dem Feierabend angeht – so ließen sich möglicherweise die Erschöpfungszustände vorbeugen. Auch das Bundesarbeitsministerium nahm zu den Zahlen Stellung: Das Bundesarbeitsministerium zeigte sich grundsätzlich offen für Forderungen aus der SPD nach einem Anti-Stress-Gesetz, das die Verfügbarkeit von Arbeitnehmern grundsätzlich regeln soll.

Work-Life-Balance-Umfrage: Anerkennung wirkt positiv

Die Bundesregierung beobachte zwar mit großer Aufmerksamkeit die wachsende Zahl psychischer Erkrankungen. Allerdings reiche der Wissensstand noch nicht aus, um derzeit gesetzliche Regelungen umzusetzen. Gleichwohl wolle man noch in dieser Legislaturperiode zu konkreten Handlungsempfehlungen kommen, bekräftigte eine Sprecherin.

Die Umfrage liefert allerdings auch ein paar positive Erkenntnisse: Etwa 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihre Tätigkeit sie fit hält und ihnen Anerkennung bringt. Rund zwei Drittel der Arbeitnehmer denken, dass die Arbeit in ihrem Leben den richtigen Stellenwert habe. Nur 21 Prozent würden bei einer guten Gelegenheit die Branche oder den Arbeitgeber wechseln wollen.

ANZEIGE
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
"Wie im Hamsterrad - 24 Stunden lang"
"Wie im Hamsterrad - 24 Stunden lang"
Gestresste Mütter im Job

Wir haben berufstätige Mütter in Deutschland, der Schweiz und Dänemark begleitet. Außerdem gibt eine Sozialpädagogin Tipps, wie Frauen den Druck aus dem Alltag nehmen können.

Versicherungen: Wofür brauche ich welche
Arbeitseinkommen richtig absichern
Arbeitseinkommen richtig absichern
Schutz gegen Berufsunfähigkeit

Arbeitsunfähig: Finanztest hat überprüft, welche Versicherungen sich wirklich lohnen, um das Arbeitseinkommen für den Ernstfall abzusichern. Wir zeigen die Ergebnisse im Überblick.

Der Weg in die Selbstständigkeit
So klappt’s in nur fünf Schritten
So klappt’s in nur fünf Schritten
Erfolgreiche Existenzgründung

Sie haben eine Geschäftsidee, wissen aber nicht, wie Sie diese umsetzen können? Wir erklären Ihnen in fünf Schritten, wie Sie erfolgreich in die Selbstständigkeit starten.

In Teilzeit arbeiten
So funktioniert das vier-Tage-Prinzip
So funktioniert das vier-Tage-Prinzip
Arbeiten wir bald alle so?

Weniger Stress, dafür mehr Spaß und Kreativität: Das verspricht der neue Teilzeit-Trend. Wir zeigen, warum das so ist und wie das Ganze funktioniert.

High-Heels-Zwang im Job
"Keine High Heels – kein Job!"
"Keine High Heels – kein Job!"
Kampf gegen Sexismus im Büro

Weil die Londoner Rezeptionistin Nicola Thorp (27) keine Stöckelschuhe tragen wollte, wurde ihr gekündigt. Aber nicht mit Nicola! Sie startete eine Petition, die viel Zuspruch erhält.

Steuererklärung
Steuererklärung: SO sparen Sie Geld!
Steuererklärung: SO sparen Sie Geld!
Das sollten Sie beachten

Keine Angst mehr vor der Steuererklärung: Mit diesen einfachen Tipps können Sie am meisten für sich rausholen.