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Worauf Sie beim Schulranzenkauf achten müssen

So errechnen Sie das perfekte Gewicht für Ihr Kind
So errechnen Sie das perfekte Gewicht für Ihr Kind Kriterien beim Schulranzenkauf 00:03:00
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Was zeichnet gute Tornister aus?

Ein toller Schulranzen gehört zur Erstausstattung eines ABC-Schützen. Und er muss einiges abkönnen: Optimal am Körper des Kindes anliegen, nicht drücken oder scheuern. Vor allem muss der Ranzen kräftig leuchten.

Worauf Sie beim Schulranzenkauf achten müssen

Die angehenden Grundschüler schauen in erster Linie auf Farbe und Design. Davon sollten Sie sich als Eltern nicht blenden lassen und vor allem auf die inneren Werte des Schulranzens achten. Denn es gibt Kriterien, die für jedes Modell gelten sollten - ob neu oder aus dem Restbestand des Vorjahres. Im Vordergrund stehen dürfen nicht Farbe und Design, sondern die Sicherheit Ihres Kindes sowie Qualität und Handhabung für die Gesundheit Ihres Kindes – auch wenn 'Prinzessin Lillifee' oder Dinosaurier aus Kindersicht unbedingt sein müssen.

Wenn Sie nun für Ihren Sprössling einen Schulranzen kaufen, sollte Ihr Kind auf jeden Fall mit. Auch, wenn der 'Toni' eigentlich als Geschenk gedacht ist.

10 Tipps für einen guten Schulranzen

- Komfort: Anprobieren ist das A und O. Und zwar einmal mit T-Shirt, einmal mit Jacke. Der Ranzen muss sicher und angenehm sitzen. Er darf nicht von den Schultern rutschen. Fragen Sie Ihr Kind aber auch, ob der Ranzen scheuert, einschnürt oder drückt.

- Sichtbarkeit = Sicherheit: Der Schulranzen sollte der DIN 58124 entsprechen und das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen. Damit wird die Tag- und Nachtsichtbarkeit als wichtigste Sicherheitseigenschaft gewährleistet. Der Ranzen sollte also auffällig hell strahlen. Laut DIN 58124 muss der Ranzen mit genügend fluoreszierendem Material (mindestens 20 Prozent der sichtbaren Fläche, erlaubt sind die Farben Orange-Rot und Gelb) und retroreflektierenden Materialien (zehn Prozent der Vorder- und Seitenflächen) ausgestattet sein.

- Gewicht: Nicht mehr als 1.300 Gramm sollte der leere Tornister wiegen und gefüllt nur bis zu 12 Prozent des Körpergewichts Ihres Kindes. Dies ist allerdings ein Richtwert. Sportlichkeit und Kraft Ihres Kindes sollten Sie aber auch berücksichtigen, dann kann das Gewicht bei rund 15 bis 20 Prozent des Körpergewichts liegen. Ein vollbepackter, schwerer Ranzen kann auch die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr beeinträchtigen, da hierbei auch die Bewegungs- und Reaktionsfähigkeit herabgesetzt wird.

- Tragegurte: Die Gurte und Riemen sollten gut gepolstert und mindestens vier Zentimeter breit sein, damit der Druck auf den Schultern verteilt wird. Zu dicke Polster können unter den Armen scheuern. Lassen Sie Ihr Kind den Ranzen einmal am Tragegriff anheben: Berühren die Gurte jetzt den Boden? Dann sind sie zu lang: Stolpergefahr!

- Rücken und Polster: Wählen Sie einen Ranzen mit gepolstertem Rückenteil. Er sollte an mehreren Stellen am Körper anliegen und nicht über die Schultern hinausragen.

- Tragegriff: Weit genug muss er sein, gut gepolstert und griffig. Ideal ist ein Griff, zum Aufhängen und ein zweiter auf dem Deckel zum Tragen.

- Seitentaschen: Hier muss Platz für die Trinkflasche sein. Achten Sie auf große Seitentaschen, die fest schließen. Im Inneren der Mappe könnte die Trinkflasche auslaufen.

- Innenaufteilung: Auch große Bücher und A4-Hefte müssen in die Mappe passen. Die Anzahl der Fächer ist Geschmackssache.

- Deckel: Der Deckel soll sich weit öffnen lassen und nicht von allein zurückschlagen. Prüfen Sie auch das Schloss: Stabil muss es sein und leichtgängig.

- Boden: Ein fester Stand ist wichtig. Stellen Sie den Ranzen frei in den Raum. Er muss sicher stehen – auch ohne Inhalt.

Ranzen oder Rucksack?

Aufgepasst bei Rucksäcken: Auch wenn es cool ist, den Ranzen nur einseitig zu schultern: "So drohen Fehlhaltungen", warnt die Stiftung Warentest. Das gilt auch bei Rucksäcken. Während Erst- und Zweitklässler noch auf ihren Schulranzen schwören, gilt der oft schon ab der dritten Klasse als uncool. Doch der hippe Ranzenersatz ist ungesund: Herkömmliche Rucksäcke bieten überhaupt keine Stabilität, das Gewicht verlagert sich zum Gesäß. Rückenschmerzen oder Verformungen der Wirbelsäule können im Laufe vieler Schuljahre die Folge sein.

Schön und gut, doch was können Sie als Eltern tun, wenn Ihr Kind unbedingt einen Rucksack haben will? Es gibt mittlerweile ranzenähnliche Rucksäcke, die als Kompromiss in Ordnung sind. Sie sollten aber darauf achten, dass die Träger fest angepasst werden können und sich der Inhalt in stabilen Fächern verstauen lässt.

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