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#WomenNotObjects: Kampagne gegen Sexismus in der Werbung

„Natürlich gebe ich Sandwiches gerne Blowjobs“

In der Werbewelt gilt Sexismus heute noch als Leitmotiv. Vor allem nackte Frauenkörper werden gerne zur Produktwerbung inszeniert und in völlig absurde Zusammenhänge gestellt. 2014 warb das ‚Ferienland Schwarzwald‘ etwa mit der Silhouette einer nackten Frau und dem Slogan „große Berge, feuchte Täler & jede Menge Wald“. Bei ‚Media Markt‘ hieß es: „Mehr drin als man glaubt.“ Auf dem Bild zu sehen war eine halbnackte Frau mit drei Brüsten, obwohl es um Elektrofachartikel geht. Beide Firmen wurden vom deutschen Werberat gerügt und zogen ihre Kampagnen daraufhin zurück. Dennoch werden Frauen bis heute außerordentlich häufig in Werbekampagnen objektifiziert.

Eine neue Kampagne möchte dem peinlichen Sexismus in der Werbeindustrie ein Ende machen. Unter dem Hashtag #WomenNotObjects kämpft die amerikanische Werbeagentur-Gründerin Madonna Badger dafür, die Werbewelt wachzurütteln. Dazu hat sie bereits mehrere Videos produziert, in denen Frauen herablassende Werbebotschaften sarkastisch kommentieren. Zum Beispiel ein Burger King-Plakat, das eine Frau zeigt, der gerade ein Sandwich in den aufgerissenen Mund fliegt. „It’ll blow your mind away“, heißt es auf dem Plakat. „Natürlich gebe ich Sandwiches gerne Blowjobs“, wird der Slogan im Video kommentiert. Neben #WomenNotObjects existiert auch ein zweites Video, das unter dem Hashtag #IStandUp dazu auffordert, sich gegen stereotypische Darstellung in der Werbung auszusprechen.

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