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Wodka-Tampon & Co.: Gefährliche Sauftrends

Neuer Sauf-Trend: Jugendliche schießen sich mit Wodka-Tampon oder 'Eyeball-Shot' ab.
Jugendliche versetzen sich mit einem Wodka-Tampon in den Alkohol-Rausch. © picture-alliance/ dpa, Lehtikuva Tuomas Marttila

Alkoholmissbrauch immer schlimmer: Wodka sogar im Tampon

Viele Jugendliche haben auf Partys nur ein Ziel: Besoffen werden, und zwar so schnell wie möglich! Aus den USA schwappt jetzt ein Sauftrend zu uns hinüber, der tödliche Folgen haben könnte. Mit Wodka-gefüllten Tampons oder sogenannten 'Eyeball-Shots' bringen sich die Feierwütigen im Expresstempo an den Rand der Alkoholvergiftung. - Und manchmal auch darüber hinaus.

In Alkohol getränkte Tampons werden anal oder vaginal eingeführt, damit der Fusel über die Schleimhäute in den Körper gelangt. So tritt der Rausch deutlich schneller ein. Die schmerzhafte - und übrigens wirkungslose - Alternative: Der hochprozentige Drink wird direkt ins Auge geschüttet ('Eyeball-Shot'). In der Schweiz warnen inzwischen schon die Behörden vor den gefährlichen Party-Spielen. Auch in Deutschland gab es schon Probleme: Eine 14-Jährige aus Baden-Württemberg hatte sich laut 'Bild'-Zeitung ein Wodka-Tampon eingeführt und war mit zwei Promille Blutalkohol im Krankenhaus gelandet.

Das Problem: Viele Jugendliche haben keine Erfahrung mit der neuen Sauf-Methode und werden von der heftigen Wirkung überrascht - der Alkoholrausch trifft sie quasi wie ein Hammerschlag. Es ist kaum zu kontrollieren, wie viel Alkohol ins Blut gelangt. Ärzte warnen zudem davor, dass Alkohol die Schleimhäute verletzt. Unangenehme Infektionen mit Bakterien, Pilzen oder Viren sind so Tür und Tor geöffnet. Im Auge greift der Stoff die Netzhaut an - es besteht sogar die Gefahr, blind zu werden.

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