Wir müssen einfach nur hinhören

Wir müssen einfach nur hinhören

Und das will er uns sagen

Der menschliche Körper hält viel aus. Doch manche Menschen gehen über die Grenzen des Gesunden hinaus. Und irgendwann ist es selbst dem Härtesten zuviel. Dabei sendet unser Organismus schon früh Signale, die sagen wollen: "Entspann Dich. Gönn' Dir wieder etwas mehr Ruhe." Oder aber auch: "Ich brauche Hilfe, ich bin krank".

Wann muss ich zum Arzt

Gerade jetzt in der Erkältungszeit fragen sich viele: Ab wann, muss ich bei Beschwerden wirklich zum Arzt? Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und entscheiden Sie dann verantwortungsvoll. RTLratgeber.de hat dafür ein paar Tipps.

Plötzliches Ohrensausen

Wir müssen einfach nur hinhören

Ein solches Warnsignal unseres Körpers sind beipielsweise Ohrgeräusche. Ein plötzlich auftauchender hoher Ton oder ein kurzes Brummen ist eine Nervenreaktion auf körperliche Anstrengung, Stress oder Lärm. Als erste Hilfe reicht es, tief durchzuatmen und ruhig zu bleiben. Kommt es öfter zum sogenannten Ohrensausen helfen Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training, um Stress abzubauen. Ohrenstöpsel sind in lärmreicher Umgebung übrigens immer zu tragen.

Wann zum Arzt?

Hören die Ohrgeräusche nach einem Tag nicht auf oder werden immer lauter, ist ein Arzt aufzusuchen. Sollte es sich um einen Tinnitus handeln, ist eine frühe Therapie meist sehr effizient.

Hautausschlag

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Bei Pickel, Bläschen oder Flecken kann es zahlreiche Ursachen geben. Da könnte ein antiallergisches Mittel helfen, falls es ein bekanntes Hautproblem ist. Brennende Bläschen können auf Herpes hindeuten. Am besten lassen Sie sich in der Apotheke beraten.

Wann zum Arzt?

Bei einem unbekannten Ausschlag oder weiteren heftigen Körperreaktionen. Kommen beispielsweise Fieber, Kopf- und Nackenschmerzen und Benommenheit dazu, besteht Meningitis-Verdacht. Dann schnellstens zum Arzt.

Kratzen im Hals

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Der berühmte Frosch im Hals nistet sich ebenfalls meist ein, wenn Stress besteht. Der Kehlkopf reagiert darauf mit hartnäckigem Schleim und einem Räusperzwang. In diesem Fall hilft es, den Rachen zu befeuchten.

Lutschbonbons und Kaugummis regen den Speichelfluss an. Nicht hilfreich ist dagegen Rauchen oder lautes Sprechen bis hin zum Schreien. Das reizt den Hals nur noch mehr.

Heftiger wirds bei einer Erkältung, da reichen die Symptome vom leichten Kratzen bis hin zu üblen Schluckbeschwerden und Rachenschmerzen.

Wann zum Arzt?

Bei (andauernder) Heiserkeit auf jeden Fall den Arzt aufsuchen, ebenso wie bei starken Halsschmerzen mit roten geschwollenen Mandeln.

Durchfall

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Durchfall kommt manchmal ganz plötzlich und raubt einem wirklich die Kräfte. Grund: Die Funktion der Darmzellen ist gestört, die Darmpassage beschleunigt. Und mit dem Stuhl gehen Wasser und Mineralstoffe verloren.

Selbst kurieren mit: leicht gesüßtem Tee und Salzstangen (ersetzt verlorene Flüssigkeit und Salze). Es gibt rezeptfreie Erleichterung. Schildern Sie Ihrem Apotheker die Symptome. Er weiß Rat.

Wann zum Arzt?Bei schweren Bauchkrämpfen oder auch, wenn es nach zwei Tagen noch nicht besser geworden ist und/oder Blut, Eiter, Schleim oder Fieber hinzugekommen sind.

Plötzliche Kopfschmerzen

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Plötzlich auftretender Kopfschmerz kann häufig an einer falschen Haltung liegen, aber gerne auch an zu wenig Flüssigkeitszufuhr. Die falsche Haltung wird meist durch eine einseitige Belastung in stressigen Situationen hervorgerufen, was oft bei der Arbeit vorkommt. In diesem Fall ist für Bewegung zu sorgen. Nach Möglichkeit sollten etwa bei Bürotätigkeiten verschiedene Sitzpositionen eingenommen und zwischendurch immer wieder ein Stück gegangen werden. Heftiger zeigt sich der Kopfschmerz gerne in Verbindung mit Krankheiten wie einer Grippe.

Wann zum Arzt?

Wenn die Kopfschmerzen nicht weggehen. Treten Sie nach einer Kopfverletzung auf, deutet das auf eine Gehirnerschütterung oder eine Hirnblutung hin. Sehen Sie verschwommen, kann das ein Glaukomanfall (Grüner Star) sein. Werden die Schmerzen beim Vornüberbeugen schlimmer, handelt es sich möglicherweise um eine Nasennebenhöhlen-Entzündung.

Schmerz aus Wunden

Wunden sind ein ganz heikles Thema. Von Ihnen gibt es je nach Ursache ganz verschiedene Entwicklungs- und Schmerzstadien. Bei kleinen Schnittwunden hilft oft Desinfektionsmittel, eine Salbe und Pflaster. Überhaubt bekommen Sie in der Apotheke eine gute Rundumberatung bei oberflächlichen Verletzungen.

Wann zum Arzt?

Grundsätzlich sollte der Heilungsprozess einer Wunde mit Beginn der Verletzung stets positiv verlaufen. Wenn die Wunde also zunehmend mehr schmerzt, anschwillt oder eitert ist dies in der Regel ein Zeichen für eine Entzündung und es ist definitv ein Arzt gefragt.

Bauchschmerzen

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Bauchschmerzen im tieferen Bauch sind meist Hinweis auf Darmschwierigkeiten wie Verstopfung. Die Symptome sind in der Regel seltener Stuhlgang, der klein und hart ist. Oft kommen Bauchschmerzen in unterschiedlicher Intensität dazu. Dann gilt weniger Weißbrot und mehr Ballaststoffe essen, mehr Trinken. Sofort zur Toilette gehen, wenn Sie müssen. Abführmittel grundsätzlich nur kurzfristig nehmen.

Bauchschmerzen bei Frauen haben Ihre Ursache auch häufig in Menstruationsbeschwerden. Meistens kennen die betroffenen Frauen aber diesen Schmerz und können ihn einordnen.

Wann zum Arzt?

Sie müssen die Bauchschmerzen selbt beurteilen und gucken, ob der Schmerz Ihnen ungewöhnlich oder bedenklich erscheint. Wenn die Verstopfung anhält oder andere Beschwerden dazukommen. An der Verstopfung können Reizdarm, Schilddrüsenunterfunktion, ein Tumor oder Medikamente schuld sein.

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