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Winterzeit ist Mäusezeit

Winterzeit ist Mäusezeit
© picture-alliance / dpa, Christine Steimer

Wenn es sich die Mäuse gemütlich machen

Nicht nur uns Menschen gefällt es bei kalten Temperaturen in unserer gemütlich warmen Wohnung. Auch Mäuse haben die Vorzüge unsere beheizten Wohnungen und Häuser längst schätzen gelernt. Fakt ist jedenfalls: Zur kalten Jahreszeit drängen Mäuse in wärmere Umgebung und schlüpfen dort rein, wo eben gerade ein Zugang möglich ist. Und den finden sie eigentlich immer. Denn als Grundregel gilt: Wo die Schnauze der Maus durchpasst, da passt auch der Körper der Maus durch. Auch, wenn wir uns das oft nicht richtig vorstellen können.

Mäuse sind ausgesprochen anpassungsfähig, das macht es so schwierig sie wieder zu vertreiben. Es gibt Erfahrungsberichte, dass sich Mäuse auch in kalten und feuchten Raumnischen und Rohren eingerichtet haben, genauso aber wie in sehr enger oder warmer Umgebung. Und wenn es ihnen irgendwo nicht gefällt, dann ziehen sie einfach schnell um. Einen Möbelpacker brauchen die kleinen Nager jedenfalls nicht.

Dass man Mäuse in der Bude hat merkt vorwiegend an drei Anzeichen.

- Wenn Ihre Vorräte oder Lebensmittel in irgendeiner Form angefressen oder angeknabbert sind.

- An den kleinen Kügelchen von dunklem Mäusekot. Drei bis acht Millimeter groß.

- An Raschel- oder Nagegeräuschen, insbesondere wenn es in der Wohnung ruhig wird und sich die Mäuse nicht mehr verstecken müssen.

All das sind untrügliche Zeichen, dass sich mindestens eine Maus bei Ihnen breit gemacht hat. Dann aber kann es ganz schnell gehen, denn wenn es mehrere Mäuse sind bekommt man es in kurzer Zeit gleich mit einer ganzen Horde zu tun. Mäuse vermehren sich sehr schnell und schon bald flitzen bei Ihnen dann auch kleine Mäusebabys umher. Ein Weibchen wirft bis zu acht Mal im Jahr, ein Wurf alle vier Wochen konnten Wissenschaftler aber auch schon beobachten. Und je mehr es werden, umso schwieriger wird es, die Mäuse wieder los zu werden.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Mäuse oder vielleicht sogar Ratten bei Ihnen zu Gast sind, raten Experten beispielsweise Mehlbahnen auf den Boden auszusieben. Dann zeigen sich spätestens nach ein paar Tagen Spuren. Sind sie klein, rühren sie von einer Maus, sind sie größer und zeigen die Schleifspur eines nachgezogenen Schwanzes, ist es wohl eine Ratte.

Klassische Hausmäuse sehen nicht besonders gut, dieses beschränkte Sehvermögen hindert die Tiere aber keineswegs an einer guten Orientierung. Der Grund dafür liegt an ihrem Tastsinn, hauptsächlich durch die Barthaare, aber durch die besonderen Tasthaare am Körper. So starten die Tiere dann regelrechte Streifzüge durch Haus und Wohnung und knabbern nahezu alles an, was Ihnen unterkommt.

Lebensmittel einfach oben in ein Regal zu stellen hilft allerdings kaum.

Mäuse sind äusserst wendig, klettert beindruckend exzellent und können sogar springen.

Warum sind Mäuse gefährlich?

Winterzeit ist Mäusezeit

Ein paar kleine Haustiere, das schadet doch sicher nicht. Leider falsch. Eien Maus ist zwar recht putzig, in Haus und Wohnung haben sie aber dennoch nichts zu suchen. Der Hauptgrund: Sie locken Bakterien an. Mäuse haben einen guten Stoffwechsel. Das Futter, was sie bei uns verspeisen, scheiden sie schon nach wenigen Stunden wieder aus. Doch durch diesen ständigen Absatz von Kot und Urin verunreinigen Mäuse natürlich ihre Umgebung. Und weil wir natürlich nicht überall, hinterherwischen können, weil viele Stellen gar nicht zugänglich sind, haben Bakterien und andere Krankheitserreger leichtes Spiel.

Außerdem verderben natürlich die Lebensmittel schneller, wenn die Nager sich an ihnen zu schaffen gemacht haben. Manchmal finden sich auch Kotreste in der Verpackung.

Aber wie halten Sie die Mäuse aus der Wohnung fern?

- Die radikalste Lösung ist sicherlich der Kammerjäger. Der kommt recht zügig, legt aber in der Regel eine ganze Menge von Giftködern aus (Oberste Vorsicht ist bei Kindern und Haustieren geboten).

- wer selbst aktiv werden will, muss sich Mäusefallen besorgen. Da gibt es neben der klassischen Falle mit dem Klappbügel und der Lebendfalle noch ein paar alternative Fallen im Handel. Aber aufgepasst. Mäuse sind bei diesen Fallen sehr skeptisch.

- Am besten ist es, wenn Mäuse gar nicht erst in die Wohnung kommen. Zur Vorbeugung sollten Sie speziell im Herbst alle Türen und Fenster gut abdichten. Wie erwähnt schlüpfen Mäuse selbst durch kleinste Ritzen. Kellerfenster und - wenn Kletterpflanzen am Haus sind - auch die oberen Fenster, damit ganz feinmaschigen Gittern versehen! Und ebenfalls wichtig: Keine Nahrungsmittel und kein Tierfutter herumstehen lassen! Auch Müll lockt Mäuse und Ratten an.

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