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'Winter der Welt': Zweiter Teil von Ken Folletts großer Jahrhundertsaga

Ken Follett: Winter der Welt
Ken Follett: Winter der Welt © RTL interactive/ Bastei Luebbe

Leseinfo zu 'Winter der Welt'

Der erste Weltkrieg ist vorbei - doch nun steht die Welt vor dem größten Krieg, den sie jemals erlebt hat. Ein Krieg, der alle Kontinente betrifft. Inmitten der Wirren und Umstürze versuchen junge Menschen, ihr Leben zu meistern.

Über 'Winter der Welt'

'Winter der Welt' ist der zweite Teil der großen Jahrhundertsaga von Ken Follett. Konsequent erzählt er die Geschichten des ersten Bandes 'Sturz der Titanen' weiter, im Mittelpunkt stehen jetzt aber die Kinder der damaligen Hauptcharaktere in den Jahren 1933 bis 1949. Wie von Follett gewohnt, ist auch 'Winter der Welt' ein extrem gut recherchiertes historisches Epos, das die Ereignisse der Weltgeschichte anhand der bewegenden Schicksale seiner Figuren erzählt.

Der Leser erlebt die Machtergreifung der Nazis und den Ausbau ihrer Terrorherrschaft, die die sozialdemokratische Familie von Ulrichs am eigenen Leib zu spüren bekommen; den spanischen Bürgerkrieg, an dem Lloyd Williams (Sohn von Ethel Williams und Earl Fitzherbert) teilnimmt; die politischen Schachzüge und Konferenzen während des Zweiten Weltkriegs - unter anderem über Woody Dewar, der seine Verlobte beim Angriff auf Pearl Harbor verliert.

Die Amerikanerin Daisy Peshkov heiratet den Earl Boy Fitzgerald in England, wächst in den Bombennächten auf London als Krankenwagenfahrerin über sich hinaus und löst sich nach und nach von ihrem Ehemann. Die Terror-Herrschaft Stalins erzählt Follett über den Russen Wolodja Peshkov. So unterschiedlich alle Charaktere sind - eines haben sie gemeinsam: Die Grauen des Zweiten Weltkrieges überschatten ihre Jugend, an der Front oder zuhause.

Ken Follett schafft es, Geschichte auf gut 1.000 Seiten lebendig zu machen: Große Liebesgeschichten, Entbehrungen, Enttäuschungen, Krieg, Hunger und Verfolgung, aber auch die Hoffnung auf bessere Zeiten - all das erleben die Hauptfiguren von 'Winter der Welt'. Es sind nicht nur die großen Meilensteine der Geschichte, die Follett anreißt, sondern auch gesellschaftliche Strömungen, die es zwischen 1933 und 1949 in der Welt gab: den kleinen bis großen Widerstand in Nazi-Deutschland, die Rassenunterschiede und Homophobie in den USA, ungehemmte Partys in Großbritannien von Soldaten, die vielleicht die letzte ihres Lebens sein könnte, die Verfolgungen des stalinistischen Regimes.

Wer Ken Folletts Bücher mag, wird auch 'Winter der Welt' verschlingen und mit der letzten Seite dem letzten Teil der Saga entgegenfiebern. Die ausgefeilten Charakterisierungen der Figuren in Kombination mit gründlicher historischer Recherche sind und bleiben einfach die große Stärke von Ken Follett.

Über den Autor Ken Follett

Ken Follett, geboren 1949 in Cardiff, Wales, war nach dem Studium zunächst Reporter bei einer Londoner Abendzeitung. Mit dem Spionagethriller 'Die Nadel' (1979) schaffte er den Durchbruch als Schriftsteller. Seinen größten Erfolg feierte er mit 'Die Säulen der Erde' (1990) und 'Die Tore der Welt' (2008), gefolgt von 'Sturz der Titanen' (2010).

(Text: Esther Hörbelt)

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