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Windpocken: Alles über die Kinderkrankheit Windpocken

15.12.14 13:55
Windpocken: 90 Prozent aller Erwachsenen hatten sie
 

Windpocken: 90 Prozent aller Erwachsenen hatten sie

Windpocken gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter. 90 Prozent aller Erwachsenen haben die Windpocken als Kind schon einmal gehabt. Jedes Jahr stecken sich in Deutschland rund 750.000 Menschen mit den juckenden Bläschen an - und zwar nicht nur Kinder. Windpocken sind im Prinzip harmlos, für Babys und Immunschwache sind sie aber eine ernstzunehmende Gefahr. Außerdem besteht das Risiko, im späteren Leben an einer Gürtelrose zu erkranken.

Windpocken beginnen mit einem leichten Krankheitsgefühl und gelegentlich Fieber. Kinder wirken dann oft schlapp und weinerlich. Etwa zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung breitet sich der für Windpocken typische, juckende Hautausschlag von Kopf und Rumpf aus.

Die anfangs hellroten Knötchen werden innerhalb weniger Stunden zu etwa linsengroßen, mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen. Nach einigen Tagen platzen diese, trocknen aus und heilen ab. Typisch an diesem Ausschlag ist, dass alle Stadien gleichzeitig auftreten können.

Wie gefährlich sind Windpocken?

Wie lang sind Windpocken ansteckend?

Das Erreger-Virus stammt aus der Familie der Herpes-Viren. Es wird zwar auch über Tröpfcheninfektion übertragen, entscheidender ist aber die Ansteckung über den Ausschlag selbst. Die Viren verbreiten sich, wenn die Bläschen platzen. Windpocken können sogar noch in einem großen Abstand von kranken Kindern übertragen werden. Eine Ansteckung zu vermeiden ist daher fast unmöglich. Erkrankte Kinder sind etwa zehn Tage ansteckend und können daher nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen.

Wie werden Windpocken therapiert?

Die Behandlung ist sehr unproblematisch. Die Kinder fühlen sich oft nicht krank, Bettruhe ist daher nicht zwingend nötig. Juckreiz stillende Puder, Lotionen oder anti-allergische Tropfen können die Symptome lindern. Das Aufkratzen kann jedoch zu Entzündungen führen. Sie sollten die Fingernägel der Kinder kurz schneiden. Außerdem verringert regelmäßiges Händewaschen die Infektionsgefahr.

Ist die Impfung gegen Windpocken sinnvoll?

Einzig zuverlässigen Schutz bietet nur eine Impfung. Während Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln schon lange zum Programm der Kinderärzte gehören, empfiehlt das Robert Koch Institut eine Impfung gegen Windpocken erst seit 2004. Sie sollte im Alter von elf bis 14 Monaten, eine zweite Impfung dann im Alter von 15 bis 23 Monaten durchgeführt werden.

Bin ich danach gegen Windpocken immun?

Die Mehrzahl der Infizierten ist nach der Erkrankung ein Leben lang immun.

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