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Windeln und Wickeln: Alles Über Pampers, Wickeltisch & Co.

Alles über Windeln und Wickeln
Alles über Windeln und Wickeln © picture-alliance / Frank May, Frank May

So wickeln Sie Ihr Baby richtig

Kommt ein neuer Erdenbürger auf die Welt, sind die meisten Eltern sehr aufgeregt. Immerhin müssen sie von nun an lernen wie man einen Säugling versorgt. Bestimmt die Hälfte erledigt tatsächlich der Mutterinstinkt. Auf den kann man sich verlassen! Beim Wickeln sieht das etwas anders aus. Da macht tatsächlich Übung den Meister.

Im Prinzip ist eine gute Vorbereitung die halbe Miete. Ein gut ausgestatteter Wickeltisch oder eine feste Wickelstelle ist daher sehr zu empfehlen. Wer das Geld für eine Wickelkommode sparen möchte, kann sich auch mit einem stabilen Tisch aushelfen. Damit das Kind nicht auf dem blanken Holz liegt, empfiehlt sich eine Wickelunterlage. Hier gibt es 100 verschiedene Arten zu kaufen. Welche man bevorzugt ist ein wenig Geschmackssache.

Man könnte auch einfach eine Decke nehmen und darauf zum Beispiel eine Einmalunterlage, die es in Drogeriemärkten zu kaufen gibt, legen. Oder man kauft sich eine feste gepolsterte Unterlage aus Plastik oder Stoff.

Wickeltisch: Diese Dinge brauchen Sie zum Windeln wechseln

Auf dem Wickeltisch sollten Dinge wie frische Windeln, Feuchttücher und Wundcreme immer griffbereit liegen. Aber auch ein Wechselbody, wenn mal etwas daneben geht, sollte dort deponiert sein. Um dem Nachwuchs die Prozedur so angenehm wie möglich zu gestalten, empfiehlt es sich ein Mobile anzubringen. Die Kleinen werden es in den ersten Monaten lieben. Und so können Sie ruhig zum Wickelmeister werden. Denn sind die Kleinen erst einmal ein Jahr alt, ist die Ruhe auf dem Wickeltisch vorbei.

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Windeln: Stoff- oder Einmalwindeln?

Seit den 50er Jahren gibt es die Einmalwindeln, gern auch Pampers genannt. Und diese sind bis heute von den Müttern heiß geliebt und geschätzt. Dennoch sind die guten alten Stoffwindeln auch wieder auf dem Vormarsch. Vor- und Nachteile haben beide Techniken.

Der große Vorteil von Einmalwindeln steckt schon in seinem Namen – denn nach einmaliger Benutzung kann man sie einfach wegwerfen. Man hat demnach keine Wäscheberge und muss sich schon gar nicht mit dem Inhalt befassen.

Dafür liegen die Nachteile auf der Hand: Denn ein Kind produziert 2.500 Liter Volumen Windel-Müll in seinem Leben. Das entspricht ca. 20 bis 25 großen 120-Liter-Hausmülltonnen. Das belastet natürlich die Umwelt enorm. Zudem diskutieren Experten, ob Einmalwindeln für kleine Jungen generell ein Problem darstellen könnten. Denn in der Windel steigt die Temperatur an und sie kann nicht entweichen. Dadurch überhitzen die kleinen Hoden und dadurch könnten sie später zum Beispiel zeugungsunfähig werden.

Wenn Sie sich für Einmalwindeln entscheiden, können Sie bei den üblichen Discountern sehr günstige Modelle finden. Vorausgesetzt ihr Baby verträgt sie gut. Für Markenprodukte muss man schon tiefer in die Tasche greifen.

Stoffwindeln dagegen sind in der Erstanschaffung nicht ganz billig. Mullwindeln, Vlies und Überhosen (hier gibt es verschiedene Varianten) müssen in .ausreichenden Mengen und mehreren Größen angeschafft werden. Wickeln mit Stoffwindeln erinnert ein bisschen an das Zwiebelprinzip beim Anziehen im Winter. Die Überhose (Wolle oder Plastik) bildet die äußerste Schicht, sie wird über das Windelpaket gezogen.

Wollhosen haben den Vorteil, dass sie das Baby warm halten – auch wenn es völlig nassgepieselt ist. Durch die naturbelassene Wolle und das enthaltene Lanolin kann Luft an die Haut, aber keine Feuchtigkeit nach draußen. Die Temperatur bei einem Stoffwindelpo ist um bis zu 3 Grad niedriger, bei Jungs ein überzeugendes Argument. Die Mittlere Schicht bildet eine klassische Stoffwindel, die zum Dreieck gefaltet und um den Babypo geschlagen wird. Direkt auf der Haut liegt wiederum eine Stoffwindel, aber dieses Mal als längliches Rechteck gefaltet. Sie fängt den Urin und den Stuhl auf. So lange das Baby gestillt wird, ist das Wickeln ohne Vlies überhaupt kein Problem. Sonst würde in die Faltwindel noch ein Vliesstreifen gelegt werden, der nachher den gröbsten Schmutz aufnimmt und einfach im Klo entsorgt werden kann.

Wenn man nicht selber die Waschmaschine füllen möchte, kann auch ein Windeldienst in Anspruch genommen werden. Er holt die Windeln ab und bringt sie gewaschen und gefaltet wieder.

Übrigens: Diese Wickelmethode unterstützt die Hüftgelenksentwicklung durch die natürliche Breitwickelmethode und hilft eine Hüftfehlstellung (Hüftdysplasie) zu vermeiden.

Und keine Sorge: Ein gut gewickeltes Wollhosenbaby ist genau so trocken wie ein Pamperspopo.

Für die Umwelt ist das Wickeln mit Stoffwindeln allerdings ähnlich der Belastung, die die Einmalwindel verursacht. Denn die Windeln müssen täglich gewaschen und getrocknet werden. Auch das ist schädlich für unsere Umwelt.

Letztlich entscheidet jedoch Ihr Kind, welche Windel am besten zu ihm passt. Es gibt tatsächlich Kinder, die absolut keine Einmalwindeln vertragen und am besten in der Stoffwindel aufgehoben sind. Das muss man einfach herausfinden.

Übrigens: Stoffwindel-Kinder werden viel schneller trocken als, denn sie spüren die Nässe in der Windel und finden es irgendwann unangenehm.

Welche Windeln sind die Richtigen?

Bei Einmalwindeln kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Auf allen Windelverpackungen ist das maximale Körpergewicht zur jeweiligen Größe angegeben. Man muss also nur wissen wie viel das eigene Kind wiegt. Und sind Sie erstmal ein Windelprofi, sehen Sie sofort, wann Ihr Baby eine neue Größe braucht. Auch, wenn das mal von den vorgegeben Größen abweicht. Denn das wichtigste ist, die Windel soll nirgends einschneiden.

Übrigens: Sollten Sie ein Neugeborenes erwarten, machen Sie sich keine Sorgen, die Größe Newborn passt in jedem Falle. Auch wenn Sie das genaue Gewicht Ihres Kindes noch nicht wissen.

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