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Windelfreie Erziehung: Kritiker fürchten bleibende Schäden bei Kindern

Kleines Mädchen geht auf ein Töpfchen und greift zum Toilettenpapier.
Die Meinungen vieler Eltern gehen auseinander: Ab wann sollten Babys bzw. Kinder aufs Töpfchen gehen? © Getty Images/iStockphoto, deucee_

Mütter, die ihren Nachwuchs direkt nach der Geburt ans Töpfchen gewöhnen, werden kritisiert

Auf das Windelnwechseln verzichten, Müll vermeiden und dem Baby natürliche Freiheit geben: Immer mehr Mütter schwören darauf, ihren Nachwuchs schon wenige Wochen nach der Geburt an das Töpfchen zu gewöhnen. Kritiker argumentieren, Kinder könnten später an Verstopfung oder Harnwegsinfektionen leiden. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt fürs Töpfchen?

Mutterinstinkt als Hilfe für die Bedürfnisse des Babys?

Windeln sei eine Angewohnheit der Neuzeit, entstanden aus Faulheit und Bequemlichkeit, finden die Mütter, die ihre Babys schon wenige Wochen nach der Geburt an das Töpfchen gewöhnen. Sie kämpfen für windelfreie Kinderzimmer - auch um die Umwelt zu schonen. Mit ihrem Lebensstil wollen sie Müllberge und verstopfte Abwasserrohre vermeiden.

Doch nicht nur das: Auch geht es den Müttern, wie jeder anderen Mama, um das Wohl ihrer Kleinen. Ohne Windeln wollen sie ihre Babys vor Hautausschlag schützen, ihnen natürliche Freiheit geben und den Babypopo immer schön sauber halten. Wie das gelingt? Erfahrene Mütter dieser Erziehungsmethode schwören, sie seien in der Lage schon an kleinen Bewegungen und Gesichtsausdrücken des Kindes zu erkennen, wenn ihr Baby aufs Töpfchen muss. Und bevor es zu spät ist, muss schnell gehandelt werden: Baby in beide Hände und mit angewinkelten Beinen über das Töpfchen halten.

Instinktiv zu wissen, wann das eigene Baby dieses Bedürfnis befriedigen muss, ist für die Mütter mindestens ein Grund, die Methode anzuwenden. Das Motto: 'Wenn ich aus dem Gefühl heraus weíß, wann mein Kind Hunger hat oder müde ist, dann schaffe ich es auch zu wissen, wann es aufs Töpfchen muss'. Dadurch werde eine besondere Bindung zwischen Mutter und Kind gefördert. Natürlich gehe auch mal etwas "daneben", doch in 80 Prozent der Fälle würde es klappen.

Ist die Erziehungsmethode gesundheitsgefährdend?

Doch Kritiker halten das zu schnelle Antrainieren des Töpfchens für gesundheitsgefährdend. Weil Babys durch ihren menschlichen Instinkt, sich nicht verunreinigen zu wollen, einhalten würden, wenn sie Stuhlgang verrichten müssten, fördere das später Darmverstopfungen. Außerdem seien Harnwegsinfektionen denkbar.

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