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Wilde Ehe: Der Schlüssel zum Glück

Wilde Ehe macht Paare glücklicher als Hochzeit
Laut neusten Ergebnissen sind Paare in wilder Ehe glücklicher als verheiratete Paare. © Patrizia Tilly

Wilde Ehen sind heute beliebter als Hochzeiten

Eine funktionierende Partnerschaft muss mit einer Hochzeit besiegelt werden? Das war einmal! Heute ist nicht mehr die Hochzeit der wahre Schlüssel zum Glück, sondern eine wilde Ehe. Aber warum heiraten immer weniger Paare?

In einer wilden Ehe gilt all das, was nach einer Hochzeit auch gilt: Verpflichtungen gegenüber des Partners, Verpflichtung und Verantwortung gegenüber der Kinder. Nur eine Sache fehlt: Der Trauschein. US-Forscher haben jetzt herausgefunden, dass wilde Ehen sogar ein bisschen glücklicher machen als eine Hochzeit. Der Grund: Paare ohne Trauschein fühlen sich flexibler, selbstbestimmter und in ihrer Persönlichkeit gestärkter.

"Die Hochzeit war lange eine wichtige soziale Einrichtung, aber in den letzten Jahren ist in den westlichen Gesellschaften die Zahl der Lebensgemeinschaften - vor oder anstelle einer Hochzeit - gestiegen. Auch die Zahl der unehelich geborenen Kinder hat zugenommen", so erklärt US-Wissenschaftlerin Kelly Musick von der Cornell University in Ithaka (Staat New York).

Wilde Ehe macht glücklicher - Ehen gesünder

Bei der Studie, die von Musick und deren Kollege Larry Bumpass von der Universität Wisconsin-Madison durchgeführt wurde, wurde der Gesundheitszustand und das Wohlbefinden von 2737 alleinstehenden Männern und Frauen über mehrere Jahren beobachtet. Innerhalt von 6 Jahren heirateten 896 oder zogen mit ihrem Partner zusammen.

Das Wohlbefinden der Paare stieg bei beiden Formen des Zusammenlebens nach einem solchen Ereignis an. Auf längere Zeit hin fühlten sie sich wohler als Singles und waren gesünder. Verheiratete Paare haben aber einen gesundheitlichen Vorteil, was laut Experten an gemeinsamen Krankenversicherungen liege.

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