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Wikinger-Fund: Der große Anführer war - eine Frau!

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Überraschung: Der große Wikingerführer war eine Frau.
Ein Forscherteam der Universität Stockholm untersuchte das Skelett eines mächtigen Wikingerführers, das erst vor 139 Jahren gefunden wurde. Und stellte fest: Es war eine Frau! © DPA

Yes we can - und wir Frauen konnten schon immer!

Yes we can: Wir Frauen schaffen sogar Dinge, die uns niemand jemals zugetraut hätte. Ein Forscherteam der Universität Stockholm untersuchte nun das Skelett eines mächtigen Wikingerführers, das erst vor 139 Jahren gefunden wurde. Und stellte überrascht fest: Der böse, bärtige, brutale Herrscher war eine Frau!

Von Jutta Rogge-Strang

Es gab schon immer führende und starke Frauen in der Geschichte

Dass der oder eben die Bestattete von hohem Rang war, mindestens eine hochrangige militärische Anführerin, erkannte man schon an den Grabbeigaben: Ein mächtiges Langschwert lag links, eine schwere Kampfaxt rechts neben dem Körper. Im Grab fanden sich auch ein Speer, Pfeile, ein Messer, zwei Schilde und ein paar Steigbügel, sogar zwei Pferde wurden mit bestattet. Alles Nötige, um eben nach einer Auferstehung wieder unmittelbar in den Kampf ziehen zu können.

Dabei gab es auch in anderen Ländern immer schon führende Kriegerinnen und Herrscherinnen: Besonders berühmt ist natürlich die ägyptische Königin Kleopatra VII. (69-30 v. Chr.), die an der Seite von Caesar und Antonius zur Herrscherin des Orients aufstieg. Oder auch Jeanne d’Arc (1410/12-1431), die im Hundertjährigen Krieg gegen die englischen Heere kämpfte. Elisabeth I. von England (1533-1603) schlug 1588 die spanische Armada, Katharina II. die Große (1729-1796) eroberte weite Teile der Ukraine und Südrusslands.

Wir Frauen haben den Männern einiges voraus

Kein Wunder eigentlich, denn wir Frauen haben den Männern einiges voraus: Zum Beispiel beträgt der Anteil von Mädchen an deutschen Gymnasien 53 Prozent, und auch bei den Studienabgängern haben Frauen mit 51,6 Prozent die Nase vorn. Das bedeutet, dass wir mindestens genauso intelligent sind wie Männer (wenn nicht schlauer).

Aber auch bei körperlichen Aktivitäten können wir mithalten: Zum Beispiel legt die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft mit zwei Welt- und acht Europameistertiteln den Finger in die Wunde. Denn die Männer haben zwar vier Weltmeistertitel vorzuweisen, aber „nur“ drei Europameistertitel. Nach einer Studie der Universität Ohio können Frauen eben auch mehr Schmerz aushalten als Männer – obwohl sie eigentlich schmerzempfindlicher sind.

Frauen rauchen weniger als Männer, nehmen nicht so häufig Drogen, leiden nicht so sehr unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und sie leben länger. Bei Bildung, Gesundheit und Lebensplanung haben Frauen die Männer in fast allen Bereichen abgehängt. Und sind leistungsstärker denn je: Immerhin ist Angela Merkel seit 2005 Bundeskanzlerin und regiert somit seit 12 Jahren. Wir waren schon immer ein starkes Geschlecht, und wir werden es auch bleiben - wenn wir nur wollen.

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