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Wie viele Sexpartner hatten Sie tatsächlich? Ein Online-Rechner verrät's Ihnen!

Wie viele Sexpartner sind zu viele?
Wie viele Sexpartner sind zu viele? Als wenn es nichts Wichtigeres gäbe! 00:03:11
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15.000 indirekte Sexpartner - wie geht das denn?

Sie meinen, Sie würden in Sachen Sexpartner eher in der Bezirksliga statt in der Champions League spielen? Ha, denken Sie! Selbst, wenn Sie immer ganz brav im Bett waren und nur wenig verschiedene Partner im Laufe Ihres Lebens hatten, summieren sich Ihre tatsächlichen Sexualkontakte auf ein Vielfaches. Wie das? Erklären wir hier.

Wie viele Sexpartner hatten Sie? Der Online-Rechner verrät's Ihnen!
Ihre direkten Sexualpartner geben Aufschluss darüber, wie viele indirekte Sexualkontakte Sie tatsächlich hatten. © Ariwasabi - Fotolia

Von Merle Wuttke

Eine Freundin von mir hat bislang nur mit einem einzigen Mann geschlafen – ihrem Freund aus Abi-Zeiten, mit dem sie bis heute verheiratet ist. Eine andere dagegen wollte so viel Erfahrung wie nur irgendwie möglich sammeln und kommt mindestens auf über 40 verschiedene Sexualpartner. Gut ging es ihnen mit diesen sehr unterschiedlichen Erfahrungswerten bislang beiden. Die Betonung liegt auf ging: Nachdem sie ihre persönliche Sex-Kennzahl nämlich in den Online-Rechner eines Pharmaunternehmens eingegeben haben, schlackerten sie ein wenig mit den Ohren. Meine 'brave' Freundin kam trotz bedingungsloser Treue auf über 130 indirekte Sexualkontakte, die andere auf über 15.000!

Äh, Moment, wie geht das denn? Ganz einfach, der Algorithmus berechnet die mögliche Anzahl der Sexualkontakte, die wiederum die Partner hatten, mit denen man selbst mit Bett war - und immer so weiter. Auf diese Weise kommt ganz schnell was zusammen.

Im Bett lauern eben doch auch Gefahren

Aber keine Sorge – es geht nicht darum, mit dieser Zahl jemanden in die Ecke zu stellen á la.... – na ja, Sie wissen schon, was ich meine. Nein, es geht darum die Aufmerksamkeit für sexuell übertragbare Krankheiten zu stärken – denn wie man sieht – selbst wenn man eher zu den Unerfahrenen im Bett gehört, schützt das nicht unbedingt vor Ansteckung. Die meisten Leute denken bei sexuell übertragbaren Krankheiten ja in erster Linie an HIV, aber auch Genitalherpes, Chlamydien (die krebsauslösend sein können) oder Warzen können die Folge von ungeschütztem Verkehr sein.

Es gilt also aufzupassen und sich zu überlegen, wie oft man tatsächlich das Risiko eingeht, ohne Kondom mit wechselnden Partnern zu schlafen. Dazu kommt, dass die WHO gerade erst einen Bericht für Europa veröffentlicht hat, aus dem hervorgeht, dass die Rate der HIV-Neuinfektionen auf unserem Kontinent auf ein Rekordhoch gestiegen ist.

Zwar gilt das besonders für Länder in Osteuropa, aber in einer globalisierten Gesellschaft bedeutet das eigentlich nichts. Wer weiß schon, ob der nächste Sexualpartner, den man hat, überall herumgereist ist und mit wem er ungeschützten Sex hatte. Und obwohl man das Aids-Virus durch Medikamente heute gut in Schach halten kann, sollte dies kein Freibrief sein, um ohne Kondome miteinander zu schlafen.

Keine Frage, es ist nach wie vor lästig sich um Verhütung zu kümmern – und nach wie vor bleibt das Thema meistens an uns Frauen hängen. Aber egal, wie scharf der Typ ist, den man da kennen gelernt hat - bevor man sich von seiner Lust komplett außer Gefecht setzen lässt, sollte man kurz tief durchatmen und das Kondom herausholen. Wer weiß schon, ob man den Kerl irgendwann mal wieder sieht – von manchen Krankheiten jedoch hat man dann sein Leben lang etwas.

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