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Wie herrlich: Schlafen macht klug

Wie herrlich: Schlafen macht klug
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Auch eine Mittagspause ist förderlich

Viele von uns haben es schon mehrfach erfahren: Wer stundenlang lernt, dem qualmt bald derart der Kopf, dass er sich kaum noch etwas merken kann. Diesen Eindruck hat die Wissenschaft bestätigt. Das menschliche Gehirn braucht Ruhepausen, um neues Wissen im Gedächtnis zu verankern. Wer Neues aufnehmen will, sollte sich nach dem Lernen erst einmal aufs Ohr legen.

Wissenschaftler haben nachgewisen, dass das menschliche Gehirn dringend Schlaf braucht, um neues Wissen im Gedächtnis zu verankern. Am besten funktioniere der Kopf, wenn er neu erworbene Informationen spätestens vier Stunden später bei einem Nickerchen vertiefe, empfehlen Psychologen. Unter diesem Gesichtspunkt plädieren sie auch für die tägliche Siesta. Eine Mittagspause ermögliche dem Hirn, Platz für den Rest des Tages zu schaffen.

40 Prozent mehr Leistung

Entsprechend drastisch mache sich Schlafmangel bei der Hirnleistung bemerkbar. Wer zu wenig schläft, dessen Leistung und sein Vermögen, weitere Fakten zu erfassen, lässt messbar um fast 40 Prozent nach. Bei einer Studie mit jungen Leuten zeigte sich, dass eine 90-minütige Mittagspause einer Gruppe half, ihre Aufnahmefähigkeit trotz schwerer Tests am Morgen für die zweite Runde am Abend zu behalten. Wer sich keine Auszeit genehmigte, der schnitt abends schlechter ab.

Verständlich werden die medizinischen Vorgänge durch ein einfaches Beispiel: Wenn man sich das menschliche Gehirn als eine Art Wassereimer vorstellt. Ist dieser voll, dann passt einfach kein Wasser mehr hinein. Erst wenn der betreffende Gehirnteil, der Hippocampus, durch erholsamen Schlaf wieder geräumt werde, ist der Kopf frei für neue Informationen. Die Infos wurden während des Schlafs nämlich in einem anderen, größeren Speicher verstaut.

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