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Wie Hacker mit vermeintlich freiem WLAN Daten ausspionieren

Wie freies WLAN zur Datenfalle werden kann
Wie freies WLAN zur Datenfalle werden kann Hacker-Angriff droht 00:08:53
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Freizugängliches WLAN ist für die meisten Smartphone-Nutzer wohl ein wahres Geschenk. Ein echter Grund zur Freude also, wenn man zum Beispiel in einer Bar oder einem Café sowieso gerade sein Handy zücken wollte und die kostenlose Internetverbindung verfügbar ist. Mutwillig würde sich dann wohl fast jeder direkt einwählen. Doch genau das nutzen Hacker mit einer neuen Masche gnadenlos zu ihrem Vorteil - mit fatalen Folgen für den Nutzer. 

Bei Hacker-Angriff sind private Daten in Gefahr

Vor allem in Großstädten werden mittlerweile immer öfter kostenlose WLAN-Hotspots angeboten. Und ist einer in der Nähe, ist man nur wenige Touchscreen-Berührungen vom freien Netz entfernt. Viele wissen aber nicht, dass sie so schnell zum Opfer von Handy-Hackern werden können. Denn diese erzeugen die WLAN-Netze oft selbst und können so in kürzester Zeit Ihr Smartphone ausspionieren oder sogar unbemerkt die Kontrolle über Ihr Gerät übernehmen. 

Mit der Anmeldung im vermeintlich harmlosen WLAN-Netz installieren Hacker Schadsoftware auf Ihrem Handy und können so ganz einfach all Ihre Aktivitäten nachverfolgen. Ganz egal, ob es sich dabei um wichtige Nachrichten oder gar private Daten wie den Zugang zum Online-Konto handelt. Und aufgedeckt werden kann der virtuelle Angriff auf Ihr Handy meist erst dann, wenn es schon zu spät ist. 

Um ein betroffenes Smartphone wieder von den Viren zu befreien, gibt es nur begrenzte Möglichkeiten. Eine Chance bieten die sogenannten 'Handy-Doktoren'. Doch die sind oftmals ebenfalls machtlos. Ein letzter Ausweg kann dann die Zurücksetzung des Handys auf den Werkzustand sein. Das ist mit jedem Smartphone unter dem Reiter 'Einstellungen' möglich. Doch Vorsicht: Zwar ist Ihr Handy zurück im Werkszustand garantiert virenfrei, aber Sie verlieren durch die Zurücksetzung auch all Ihre Daten, Fotos oder Einstellungen!

Wie kann man sich vor den virtuellen Angriffen schützen?

Die Hacker-Netze ausfindig zu machen, gestaltet sich für den normalen Nutzer schwierig. Die Betrüger wählen meist völlig unverdächtige Namen, die bei den Meisten eher Vertrauen erwecken. So zum Beispiel einfach den jeweiligen Namen des Restaurants, in dem Sie sich gerade befinden mit einem schlichten 'Gast' dahinter. 

Dennoch gibt es ein paar Maßnahmen, um sich vor einem Hacker-Angriff zu schützen: Fragen Sie zum Beispiel in einem Hotel oder Café immer selbst nach dem genauen WLAN-Namen vor Ort. Außerdem sollten Antivirenprogramme nicht nur auf dem Computer daheim, sondern auch dem Smartphone installiert sein. Das regelmäßige Installieren von Updates kann auch helfen, denn: Je aktueller das Betriebssystem auf ihrem Smartphone, desto schwerer haben es die Hacker, das System zu überlisten. 

Und auch wenn es schwer fällt: Beim leisesten Zweifel lieber die Finger vom öffentlichen WLAN lassen - gerade wenn es ohne Passwort angeboten wird. 

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