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Wie gesund ist Fruganismus wirklich?

Bild: Wie gesund ist Fruganismus wirklich?
Von diesen Lebensmitteln ernähren sich Frutarier. © Getty Images/iStockphoto, criene

Vorbildliche oder leichtsinnige Ernährungsweise?

Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Ernährungsphilosophien, dass man gar nicht mehr weiß, welche nun die richtige ist – wenn es so etwas überhaupt gibt. Eine darunter ist der sogenannte Fruganismus. Was Anhänger dieses alternativen Ernährungskonzepts für richtig und für falsch erachten? Lesen Sie selbst.

Fruganismus – auch Fruitarismus genannt – gilt als eine strenge Form des Veganismus. Wo sich der Veganer als erweiterte – und damit für ihn korrektere – Version des Vegetariers versteht, geht der Frutarier noch einen Schritt weiter. Auch er streicht jede Form von tierischer Nahrung von seinem Speiseplan. Doch dünnt er diesen noch weiter aus.

Die Idee hinter Fruganismus

Im Fruganismus stehen nämlich nicht nur Mensch und Tier auf derselben Ebene, sondern auch Pflanzen. Daher essen Frutarier ausschließlich Lebensmittel, die von der Natur freiwillig hergegeben wurden, ohne dass die Pflanze selbst zu Schaden gekommen ist.

Ein Beispiel:

Pflücken wir Äpfel, Birnen und Oliven vom Baum oder sammeln die Früchte als Fallobst von der Wiese auf, wird die Hauptpflanze weder beschädigt noch zerstört. Ernten wir jedoch Kartoffeln, Kohl oder Salat, zerstören wir die Stammpflanze. Diese Lebensmittel sind für Frutarier folglich tabu.

Wo viele Veganer ebenfalls auf Leder und Tierwolle verzichten, lehnen Frutarier beispielsweise ebenfalls Baumwolle und Holzprodukte ab.

Ist Fruganismus gesundheitlich bedenklich?

Wie Sie sich bei diesen strikten Regeln vorstellen können, ist eine Ernährungsumstellung hin zum Fruganismus nicht gerade ungefährlich. So kann der Körper schnell einen Mangel an wichtigen Nährstoffen erleiden. Besonders Proteine, Eisen, Jod, Omega-3-Fettsäuren oder Calcium können über diese Ernährungsweise gar nicht oder nicht in genügender Menge aufgenommen werden.

Den Grundgedanken des Fruganismus in allen Ehren: Sicherlich sollten wir unseren Umgang mit Lebensmitteln und Lebensmittelproduzenten viel mehr sensibilisieren. Doch sollte dies auch nicht auf Kosten unserer Gesundheit gehen. Wer sich bewusst ernährt und unter ethisch korrekten Gesichtspunkten einkauft, tut sich und der Natur einen größeren Gefallen, als wenn er sich derart strikt ernährt und im Zweifel nur Unverständnis von Seiten seiner Mitmenschen erntet.

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