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Wie entsteht Mineralwasser?

Mineralwassser aus Regentropfen
Wenn es geregnet hat, versickert der Großteil des Wassers. © picture-alliance/ dpa, Maurizio Gambarini

Mineralwasser: Vom Regen in die Flasche

Nur ein Teil der Niederschläge, die auf den Boden fallen, fließen auf der Erdoberfläche ab. Ein großer Teil versickert und wandert durch Sand- und Gesteinsschichten immer weiter nach unten, bis es sich schließlich in tiefen Wasserreservoirs sammelt. Je nach Beschaffenheit des Bodens kann dieser Prozess mehrere Jahrhunderte dauern. Das Wasser wird dabei gefiltert und gereinigt. Außerdem reichert es sich auf seinem Weg in die Tiefe mit Kohlensäure an und löst Mineralien sowie Spurenelemente aus dem Gestein. Das können Eisen-, Magnesium- oder Schwefelverbindungen sein, aber auch Salz oder Kalk.

Art und Menge der Stoffe, die aufgenommen werden, entscheiden später über den Geschmack des Wassers. Ist zu viel Schwefel oder Eisen drin, dürfen die Mineralwasserproduzenten den Anteil dieser Geschmacksträger verringern. Der Vermerk entschwefelt oder enteisent findet sich dann auf der Flasche wieder.

Nach dem das Mineralwasser über Brunnen an die Oberfläche gepumpt worden ist, muss es direkt an der Quelle abgefüllt werden. Das sehen die streng kontrollierten Vorschriften in Deutschland vor. Erlaubt ist den Herstellern noch Kohlensäure zu zusetzten oder zu entziehen, um die heute üblichen Stufen stilles Wasser, Medium oder Sprudel zu produzieren.

Glas oder Kunststoff - welche Wasserflasche?

Bei den so genannten PETs, den Plastikflaschen, kann die Kohlensäure schneller entweichen. Nach etwa drei bis vier Monaten ist sie weg. Außerdem kann der Kunststoff sich negativ auf den Geschmack des Wassers auswirken. Glas gibt dagegen keine Fremdstoffe ab und der Kohlensäuregehalt verändert sich nicht. Vorteil der PET-Flaschen: sie sind können nicht zerbrechen und sind leichter.

Lagerung

Das Wasser sollte möglichst kühl und ohne direkte Sonneneinstrahlung aufbewahrt werden. Mineralstoffe können bei starkem Lichteinfall mit einander reagieren, Schlieren bilden und den Geschmack unangenehm verändern. Geöffnete Flaschen stehen am besten im Kühlschrank. Wer direkt aus der Flasche trinkt, sollte das Wasser innerhalb von 24 Stunden aufbrauchen. Der Grund: Bakterien am Flaschenhals können Magen und Darm Probleme machen. Trinkt man aus dem Glas, kann die Wasserflasche zwei bis drei Tage im Kühlschrank bleiben.

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